Karlsruhe RHEINPFALZ Plus Artikel Kunstmesse Art Karlsruhe soll im Februar mit Corona-Konzept laufen

Eine luftigere Verteilugn der Stände soll bei der Art Karlsruhe im Februar mehr Sicherheit bringen.
Eine luftigere Verteilugn der Stände soll bei der Art Karlsruhe im Februar mehr Sicherheit bringen.

So viel Glück wie zu Jahresbeginn wird der Art Karlsruhe wohl 2021 nicht mehr beschert sein. Im Gegensatz zur Art Cologne konnte sie noch vor dem Lockdown unbehelligt über die Bühne gehen. Wie die Organisatoren bei der nächsten Auflage die Massen lenken wollen.

Vorbild für das corona-konforme Konzept für die Tage vom 25. bis zum 28. Februar 2021 ist tatsächlich die Messe 300 Kilometer rheinabwärts: In Köln wird die große Kunstschau im November nachgeholt, nachdem sie im April abgesagt wurde. So auch großen internationalen Messen wie Hongkong, Miami und jüngst erst die Art Basel.

Es brauche aber die Messen als Plattform, damit der Kunsthandel wieder durchstarten kann, sind die Karlsruher Messechefin Britta Wirtz und Kurator Ewald Karl Schrade überzeugt. Sie sagen: „Messen funktionieren auch in der Pandemie. Die im Zusammenleben täglich erprobten Regeln sind auch auf Messen abbildbar.“ Die Art Cologne dürfte die Nagelprobe bringen. Und über die baden-württembergischen Herbstferien ab 24. Oktober auch schon die Verbrauchermesse Offerta, die größte Karlsruhe Messe in den Hallen in Rheinstetten, zu der im Vorjahr 140.000 Menschen strömten.

Hallen lassen sich mit Frischluft versorgen

17 Meter hoch sind diese Messehallen, und sie können zusätzlich mit Frischluft versorgt werden. Einige Eckpunkte stehen bereits für das Art-Konzept. Tickets soll es ausschließlich online geben. Die Menschen werden mit einem Einbahnstraßen-System gelenkt. Die Preview für geladene Gäste wird auf zwei Tage gestreckt. Die Räume sollen „erweitert“ werden, was wohl auf eine noch großzügigere, luftigere Aufteilung mit entsprechender Gangbreite herauslaufen wird. Digitale Lösungen sollen ergänzen.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung können 8000 Menschen pro Tag in die Hallen gelassen werden. Bei sechs Messetagen ist die gewohnte Besucherzahl von 50.000 wieder in greifbarer Nähe. Die üblichen rappelvollen Spitzentage darf es dabei jedoch nicht geben. Ruft man sich den Pulk von Menschen ins Gedächtnis, der sich zur Eröffnungszeit für gewöhnlich vor dem Eingang sammelt, ist es nur schwer vorstellbar, dass sich keine Schlangen bilden.

Die siebenköpfige Jury um Kurator Schrade will Ende Oktober über die Auswahl der Galerien befinden, die Malereien, Plastiken, Fotoarbeiten, Zeichnungen und Druckgrafiken bei der Art 2021 präsentieren dürfen. Einreichungsschluss für Bewerbungsunterlagen ist der 12. Oktober.

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