Kultur Südpfalz Kulturnotizen: Interkulturelle Musikwerkstatt
Am Samstag, 6. Februar, beginnt um 10 Uhr die neue interkulturelle Musikwerkstatt im Haus am Westbahnhof in Landau. Viele Menschen kommen nach Deutschland, auch nach Landau, auf der Suche nach einer neuen Heimat, nach einem Ort, an dem sie in Frieden und Sicherheit leben können. Die interkulturelle Musikwerkstatt lädt ein zur Begegnung, zum Kennenlernen, zum Miteinander-vertraut-werden – mit und durch Musik. Ziel ist es, Musik aus den Herkunftsländern der Teilnehmer zu musizieren. Stücke und Lieder aus Ägypten, Serbien, Kosovo, Syrien, Eritrea, Somalia und Deutschland sind bereits im „Notengepäck“ – und sicher kommen weitere hinzu. Gesucht werden noch Instrumentalisten und Sänger, die neugierig sind auf unbekannte Melodien, neue Rhythmen, die gerne mit anderen musizieren möchten. Die Stücke werden für die jeweilige Besetzung arrangiert (zurzeit verfügbar sind Noten für Klavier, Gitarre, Mandoline, Banjo, Alt-, Tenor- und Baritonsaxofon, Tuba, Stimme, Percussion, Cello, Kontrabass) Jeder und jede ist eingeladen, mitzumachen. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Mittwoch, 3. Februar, 19.30 Uhr, lädt die Universitätsmusik der Landauer Universität zu einem Konzert mit Messen für Chor und Orgel von Louis Vierne und Charles Marie Widor in die Marienkirche in Landau ein. Unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Olaf Meyer und Benedikt Wiechmann singt der Universitätschor Landau, den Orgelpart übernimmt Bezirkskantor Maurice Croissant. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Das Konzert wird am Donnerstag, 4. Februar, 19.30 Uhr, mit identischem Programm in der Johanneskirche in Pirmasens wiederholt. Paul Dukas’ „Polyeucte“, das erste Klavierkonzert fis-Moll op. 1 von Sergej Rachmaninoff und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 1 c-Moll in der Wiener Fassung erklingen am Sonntag um 11 Uhr und am Montag um 20 Uhr im vierten Sinfoniekonzert der Badischen Staatskapelle. Asher Fisch ist der Dirigent. Solist ist der junge Fabio Martino am Klavier, ein „Rising Star“, also aufstrebender Stern von der Karlsruher Musikhochschule. Am Dienstag, 2. Februar, ist um 19.30 Uhr wieder Musikgespräch in der Villa Wieser. „Crossover“ ist das Thema von Erna Rauscher Grenzen der Genres sind in Auflösung begriffen: Passionen von Bach und Opern werden getanzt, Jazz und Pop finden Einzug in traditionelle Werke aus Barock, Klassik und Romantik, die Einteilung in so genannte „E“- und „U“ – Musik wird obsolet, Musik aus aller Welt wird zitiert und verarbeitet in westeuropäische Musik. Ist das nur ein Trend der Zeit, um neue Zielgruppen zu erschließen und um den Hunger nach „Neuem“ zu befriedigen oder gab es das immer schon? Die Musikwissenschaftlerin Erna Rauscher nähert sich anhand von zahlreichen Musikbeispielen den Verbindungen unterschiedlicher musikalischer Genres. Erna Rauscher studierte an der Universität Passau Rechtswissenschaften, Gesang bei Ina Zimmermann in Nürnberg sowie Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Universität Bamberg. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt im Oratorien- und Liedgesang. Im Zentrum ihrer Tätigkeit als Kulturmanagerin, Dozentin, Musikjournalistin und Sängerin steht immer die Vermittlung von Musik. (rhp)