Rheinpfalz Kriminalstatistik: Drei Tötungsdelikte in der Nordpfalz

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ROCKENHAUSEN. Gleich dreifach wird in der Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Rockenhausen für 2015 eine Kategorie belegt, die in Bilanzen vieler anderer Inspektionen eine Null aufweist: Unter dem nüchternen Begriff „Tötungsdelikt“ verbergen sich drei Anklagen wegen fahrlässiger Tötung und Mordes.

In ihren Kriminalitätslagebildern, die die Inspektionen Kusel und Lauterecken bereits im April vorgelegt hatten (wir berichteten jeweils ausführlich), waren jeweils keine Tötungsdelikte verzeichnet. Anders in der Nordpfalz: Die Region war erschüttert, als Mitte September beim Herbstfest in Rockenhausen eine 16-jährige Schülerin ermordet wurde. Morgen, Donnerstag, soll das Urteil gesprochen werden (wir berichteten). Tragisch auch die Hintergründe des Falles, bei dem in Börrstadt ein 28-Jähriger seine Mutter erstach. Das Gericht ordnete dauerhafte Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie an. Im dritten Fall erwies sich die Anklage wegen fahrlässiger Tötung als nicht haltbar. Ansonsten klingt die Statistik der Polizeiinspektion Rockenhausen eher erfreulich. Von 1480 Straftaten wurden 974 aufgeklärt, wohingegen im Jahr zuvor deutlich weniger Taten (1319) registriert und 951 davon aufgeklärt wurden. Die Aufklärungsquote von 65,8 Prozent aus 2014 wurde auf 72,1 Prozent gesteigert. Dieser Wert liegt deutlich über dem Landesschnitt von 62,7 Prozent, im Gebiet des Polizeipräsidiums Westpfalz liegt er bei 64,2 Prozent. (jgl/cha)

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