Rheinpfalz Krähe einmal mit und einmal ohne Gift
Das Verfahren wegen der toten Allee-Saatkrähen wurde eingestellt. Dabei wurde bekannt, dass beide Untersuchungen – eine wurde von der Kreisverwaltung Südwestpfalz, eine von der Wildvogelrettung in Auftrag gegeben – im selben Münchner Labor zustande kamen. Einmal wies letzteres Gift nach, einmal nicht. Für die Kreisverwaltung stellt das keinen Widerspruch dar, wie sie auf Anfrage mitteilt.
, Pressesprecher der Kreisverwaltung, schreibt: „Da es sich bei toxikologischen Analysen um spezielle und sehr aufwendige Untersuchungen handelt, werden Sie nur von wenigen Instituten durchgeführt. Die Landesuntersuchungsämter vergeben spezielle Untersuchungsaufträge daher in der Regel an andere Labors.“ Dass die Proben zur Untersuchung auf Giftrückstände nach München geschickt werden, sei dem Veterinäramt der Kreisverwaltung bekannt. Welches Labor die Wildvogelrettung beauftragt hatte, habe das Veterinäramt der Presse entnommen. Das Amt habe darauf auch keinen Einfluss, so Höh. Wie berichtet, wurde in den toten Tieren, die die Kreisverwaltung in München untersuchen ließ, kein Hinweis auf eine Vergiftung festgestellt. In einer toten Saatkrähe, die die Wildvogelrettung an dasselbe Labor geschickt hatte, wurden hingegen Rückstände von Rattengift gefunden. Laut Höh stehen die beiden Untersuchungsergebnisse an verschiedenen Tieren nicht im Widerspruch. Es sei auch nicht von Bedeutung, dass die amtliche und die andere Probe im selben Labor untersucht wurden. Das ändere nichts am Ergebnis der jeweiligen Untersuchung. Eine Nachprobe sei daher nicht nötig. Höh: „Sie wäre auch gar nicht mehr möglich. Denn nach den für die Untersuchung eingesammelten Tieren ist keines mehr verendet.“