Rheinpfalz Kommentar: Von wegen nervös

Patrick Hoffmann lässt keine Gelegenheit aus, zu stänkern. Dass er seine
Behauptungen nicht beweisen kann, stört ihn nicht.
Der Hammer kam zum Schluss: Kurz vor Ende des öffentlichen Teils der Verbandsgemeinderatssitzung am Montagabend hätte Bürgermeister Roger Schmitt gerne Ratsmitglied Patrick Hoffmann angesprochen – wenn der denn da gewesen wäre. Grund: Nach der Sitzung Anfang Dezember hatte AfD-Vorsitzender und Landtagskandidat Hoffmann sich – mal wieder – in den sozialen Netzwerken ausgelassen. Anlass war eine Anfrage an den Bürgermeister in eben jener Sitzung. Damals hatte Hoffmann sinngemäß gefragt, was denn an dem Gerücht dran sei, dass muslimische Flüchtlinge sich geweigert hätten, eine Urkunde für ehrenamtliche Tätigkeit von einer Frau anzunehmen. Schmitt antwortete kurz und bündig: nichts. Denn eine solche Veranstaltung hatte es erstens nicht gegeben, und zweitens hätte dann ja auch er, der Bürgermeister, besagte Auszeichnungen vorgenommen. Hoffmann hatte damals auch geäußert, der Bürgermeister habe bei der Veranstaltung der Presse verboten, über den Vorfall zu berichten. Und die sei dem „gehorsam“ nachgekommen. Doch nachdem weder der Bürgermeister noch die RHEINPFALZ von einer solchen Veranstaltung oder einem entsprechenden Vorfall überhaupt etwas wussten, blieb in der Sitzung Anfang Dezember nur allgemeines Kopfschütteln. Das aber nahm Hoffmann zum Anlass, später in Facebook Vermutungen darüber anzustellen, dass er Bürgermeister und RHEINPFALZ-Vertreterin „ertappt“ habe mit seiner Anfrage, weil sie „sehr nervös“ geworden seien, wie Zuhörer erkannt hätten. „Ich war überhaupt nicht nervös“, sagte am Montag der Bürgermeister. Und ich auch nicht, sagt jetzt dazu die Pressevertreterin.