Rheinpfalz Kommentar: Frischer Wind

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2017 wird für die

Westpfalz, Neustadt

und Ludwigshafen ein spannendes kommunalpolitisches Jahr.

Über die Landratswahlen in der Vorderpfalz muss man nur wenige Worte verlieren: Es ist ein Armutszeugnis für die SPD, dass sie weder in Germersheim noch im Rhein-Pfalz-Kreis jemanden findet, der für sie als Landrat kandidiert. In der Westpfalz sieht es anders aus. In gleich drei Kreisen endet dort eine Ära: Die Landräte am Donnersberg, in Kusel und in der Südwestpfalz amtieren seit gefühlten Ewigkeiten, sie gehören zum politischen Inventar – auch auf Landesebene. Egal, wer auf die Herren Werner, Hirschberger und Duppré folgt, er – oder sie – steht vor gewaltigen Herausforderungen, Stichwort: demografischer Wandel. Wünschenswert wäre es, wenn mit neuen Amtsinhabern ein frischer und moderner Wind einziehen würde. Unabhängig davon ist völlig offen, ob es nach der nächsten Gebietsreform noch vier Kreise in der Westpfalz gibt. In Ludwigshafen verabschiedet sich Eva Lohse. Als Präsidentin des Deutschen Städtetags hatte ihr Wort Gewicht, an der miserablen finanziellen Lage der mit Abstand größten Stadt in der Pfalz änderte das nichts. Für die CDU wird es ohne das Zugpferd Lohse sicher schwer, die OB-Wahlen in der Arbeiterstadt zu gewinnen. In Neustadt werden bald einige aufatmen. Der unbeliebte OB Löffler tritt dort nicht mehr an. Der CDU-Politiker hat es in 16 Jahren nicht geschafft, die Stadt nach vorne zu bringen. Er gilt zwar als Verwaltungsexperte, aber auch als mutlos. Es wird Zeit, dass er geht. Übrigens: Unter den bisher bekannten OB- und Landratskandidaten befinden sich erst zwei Frauen. Da ist noch Luft nach oben.

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