Ludwigshafen Tag der Organspende: 55-Jähriger lebt seit 25 Jahren mit neuer Niere

Heiko Lauer lebt seit 25 Jahren mit seiner neuen Niere – dank der Bereitschaft eines Menschen zur Organspende nach dem Tod.
Heiko Lauer lebt seit 25 Jahren mit seiner neuen Niere – dank der Bereitschaft eines Menschen zur Organspende nach dem Tod.

Ein 55-Jähriger aus dem KfH-Nierenzentrum Ludwigshafen lebt seit 25 Jahren mit einer Spenderniere. Zum Tag der Organspende am Samstag, 6. Juni, erzählt er seine Geschichte.

Eine Spenderniere hat das Leben von Heiko Lauer aus Ludwigshafen grundlegend verändert. Er lebt seit 25 Jahren mit dem Organ und führt nach Angaben des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) seither ein fast normales Leben.

Bei einer allgemeinen Gesundheitsuntersuchung für seine Ausbildung wurden bei Lauer im Alter von 17 Jahren Schrumpfnieren festgestellt, also durch Vernarbungen verkleinerte Nieren mit eingeschränkter Leistung. Fünf Jahre später war der Funktionsverlust so groß, dass er auf Dialyse angewiesen war. Weil er seinen Beruf als Kunststoffschlosser nicht mehr ausüben konnte, machte er neben der Behandlung eine zweite Ausbildung zum Industriekaufmann. Dafür wechselte er die Dialyseschicht und ging dreimal pro Woche abends für mehrere Stunden ins KfH-Nierenzentrum Ludwigshafen.

„Immer das Positive sehen“

Im März 2001 erhielt Lauer nach acht Jahren Wartezeit eine passende Spenderniere. Es habe sich um eine sogenannte Full-House-Niere gehandelt, bei der nahezu alle Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen. Zwei Wochen nach der Transplantation habe er das Krankenhaus schon wieder verlassen können, erinnert sich der heute 55-Jährige. „Ich versuche, immer das Positive auch im Negativen zu sehen und bin unendlich dankbar, mit der Spenderniere nun seit 25 Jahren ein fast normales Leben führen zu können“, sagt Lauer.

Mehr Lebensqualität

Heute geht er nur noch alle zwölf Wochen zu Nachsorgeuntersuchungen ins KfH-Nierenzentrum Ludwigshafen. Die Nierentransplantation sei in der Regel die bessere Nierenersatztherapie, weil sie meist zu weniger Folgeerkrankungen führe und eine höhere Lebenserwartung sowie mehr Lebensqualität bedeute, erklärt Ingeborg Hauser, leitende Ärztin des KfH-Nierenzentrums Ludwigshafen. Laut Mitteilung des KfH lag die Wartezeit auf eine postmortal gespendete Niere in Deutschland zuletzt im Durchschnitt bei acht Jahren.

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