Rheinpfalz Kochen und Essen wie bei Luther

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Die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Obere Nahe hat sich bei ihrer Tagung in Wiesweiler unter anderem mit dem Reformationsjubiläum befasst. Außerdem wurde die Arbeit des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd für die nächsten Jahre gesichert.

Um das Bildungswerk langfristig finanziell zu stärken, beschloss die Synode, die Mitgliedsbeiträge für fünf Jahre auf jährlich rund 17.000 Euro festzuschreiben. Der Beitrag habe sich unwesentlich geändert, teilte die Verwaltung des Kirchenkreises in Idar-Oberstein auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Zur Umsetzung des Verwaltungsstrukturgesetzes beschloss die Synode, bei der Kirchenleitung in Düsseldorf eine Gewährung der Fristverlängerung zu beantragen. Konkret geht es dabei unter anderem um den Wechsel der Verwaltungsleitung sowie den Kooperationsprozess mit dem Nachbar-Kirchenkreis „An Nahe und Glan“. Wichtigstes Thema war laut Synodalsprecher Carsten Heß die Ideenfindung zum Reformationsjubiläumsjahr vom 31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017. In sechs Arbeitsgruppen seien erste Anregungen ausgetauscht worden. Nach dem Beispiel der Rheinischen Landeskirche könnte eine über mehrere Monate laufende kirchenmusikalische Stafette im Kirchenkreis initiiert werden. Diskutiert wurde auch, ob ein Pilgerweg zu unterschiedlichen Reformationsorten oder eine Wanderausstellung zur Wirkung der Reformation und der Reformatoren auf die zeitgenössische Kunst sinnvoll wären. Die Frage, welche „unsere 95 Thesen heute“ wären, eine Bibel-Abschreib-Werkstatt oder „Kochen und Essen wie bei Luther“ sind weitere Ideen. Eine effektive Vernetzung der Gemeinden und Werke wird bei der Planung angestrebt. Das Reformationsjubiläum beschäftigt auch das Jugendreferat des Kirchenkreises. Möglich sei eine Schulungsreihe für Ehrenamtliche in Wittenberg. Vernetzungen seien zudem mit dem Kinderferienprogramm möglich. Auf diakonischem Terrain werde über eine „Woche der Diakonie“ im Jubiläumsjahr nachgedacht. Zuvor hatten Repräsentanten aus Politik und Kirche Grußworte überbracht. Landrat Winfried Hirschberger, Pfarrer Mathias Gaschott für das protestantische Dekanat Lauterecken und Ortsbürgermeister Ingfried Klahr sowie die Beigeordnete der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, Inge Lütz, waren unter den Gästen. Eingeführt worden ist im Gottesdienst zu Beginn der Synode der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Obere Nahe, Torsten Wilhelm. Zum Kirchenkreis Obere Nahe der Evangelischen Kirche im Rheinland gehören 40 Gemeinden mit rund 51.500 Menschen. Im Kreis Kusel sind dies die rheinischen Gemeinden Burg Lichtenberg, Grumbach/Herren-Sulzbach, Medard/Wiesweiler, Niederalben/Niedereisenbach Offenbach und Pfeffelbach. Superintendentin ist seit einem halben Jahr die Obersteiner Pfarrerin Jutta Walber. (suca)

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