Rheinpfalz Kneispermühle geht an die Kläranlage

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Das auf der Kneispermühle anfallende Abwasser wird künftig in der Gruppenkläranlage Wallhalbtal entsorgt. Am Donnerstag vergab der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben die Arbeiten, um die Druckrohrleitung zu verlegen, die den Anschluss herstellt.

Auf einer Länge von etwa 330 Meter wird mit dem Spülbohrverfahren eine Abwasserdruckleitung mit Steuerkabel verlegt. Das Spülbohrverfahren hat den Vorteil, dass kein Graben ausgehoben werden muss. Bei diesem Verfahren wird unterirdisch ein Kanal gebohrt, durch den die notwendigen Leitungen und Kabel verlegt werden. Um bohren zu können, braucht es eine Grube für die Einstiegsbohrung. Diese wird auf der Fläche zwischen Mühlgraben und Wallhalbe gegraben. Der Kanal wird die Wallhalbe und die L 475 unterqueren. Von dort aus wird der Kanal entlang der Straße im Seitengraben des Weges verlaufen. Ziel ist der Platz vor der Pumpstation Herschberg, wo die Ausgangsgrube für das Ende der Bohrstrecke zu finden sein wird. Den Auftrag vergab der Ausschuss zum Preis von 39.000 Euro an die Firma Staab aus Schmitshausen. 73.800 Euro kosten die Erdarbeiten, um die Pumpenanlage herzustellen, sowie der Rückbau der bisherigen Kleingruppenkläranlage auf der Kneispermühle, die Installation der gesamten Steuerungstechnik und die Technik, um die Anlage aus der Ferne überwachen zu können. Den Auftrag erhielt die Firma Küntzler, Waldfischbach-Burgalben, teilte Werkleiter Joachim Becker auf Anfrage mit. Die bisher auf der Kneispermühle eingesetzte Membran-Kläranlage war defekt, Ersatzteile waren nicht mehr zu bekommen. Seither wird das Abwasser abgefahren. Diese verhältnismäßig teure Lösung erledigt sich durch den Anschluss an die Gruppenkläranlage. Für eine defekte Membran-Kläranlage ist damit eine abschließende Lösung gefunden. An der Lösung für die Nano-Keramik-Membran-Anlage in Petersberg wird mit Hochdruck gearbeitet. Becker informierte darüber, dass eine der beiden Reinigungsstraßen, die noch mit Membrantechnik arbeiteten, abgeschaltet wurde. Es sind erneut Platten gebrochen. Das war möglich, weil als Übergangslösung eine sequenzielle biologische Reinigungsstufe eingebaut wurde, die ihren Dienst einwandfrei erfüllt. Als dauerhafte Lösung zur Entsorgung der Petersberger Abwässer ist der Anschluss an die Kläranlage Rodalben geplant. Derzeit laufen mit der Deutschen Bahn AG, deren Gelände tangiert wird, und dem Landesbetrieb Mobilität Gespräche über die notwendigen Gestattungsverträge, teilte Werkleiter Joachim Becker mit. Ende März wird das Ergebnis des Fachgutachtens erwartet, das Aufklärung darüber bringen soll, wer, beziehungsweise was schuld an dem Versagen der Anlage ist. Mit der Saarbrücker Firma, die die Anlage geliefert hat, befindet sich die Verbandsgemeinde im Rechtsstreit über die Frage, wer die Kosten für die Schäden zu tragen hat. Vergeben hat der Rat die Arbeiten zur Erneuerung des Kanals in der Straße Am Hirschbusch in Maßweiler. Die Ortsgemeinde baut die Straße aus, der Wasserzweckverband Wallhalbtal-Sickingerhöhe erneuert Wasseranschlüsse. Die Firma Staab, Schmitshausen bekam den Gesamtauftrag. Die Arbeiten an der Kanalisation kosten 380.000 Euro. Der 1962 in der Straße verlegte Kanal befindet sich in einem desolaten Zustand, teilweise war auch nicht fachgerecht gearbeitet worden. Der Winkel, in dem das Abwasser künftig abfließen wird, wird deutlich strömungsgünstiger sein. Zudem wird die Kanaldimension vergrößert. Dadurch soll es keine Rückstauprobleme mehr in der Ringstraße geben. |add

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