Rheinpfalz Kerwespiel und Livemusik

Vier tolle Tage bietet die Fischbacher Kerwe ab heute, wenn Ortsbürgermeister Michael Schreiber mit einem gezielten Fassanstich die Sause eröffnet. Livemusik in der Halle, Festbetrieb auf dem Kerweplatz und natürlich der traditionelle Hammeltanz sorgen für Stimmung im Dorf.
Start ist heute gegen 19 Uhr im Zelt auf dem Kerweplatz, wenn Schreiber mit tatkräftiger Unterstützung der Straußbuben und Straußmädchen den Fassanstich vollzieht. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Gruppe „Oh Jesses“. Über die Kerwetage sei es in Fischbach immer Tradition, alte Freunde und die Familie einzuladen, um gemeinsam zu feiern, erzählt Bürgermeister Schreiber. Dazu bietet die Fischbacher Gastronomie reichlich Gelegenheit. Die Gasthäuser Pälzer Eck, Landhaus Tausendschön, Grenzbachstube, Walthariklause und der Fußballclub haben sich für die Kerwegäste gerüstet. Unter anderem bietet der FC am Samstag ab 12 Uhr Schnitzelvariationen im Sportheim. Dort rollt am Nachmittag auch der Ball. Um 15.30 Uhr spielt die zweite Mannschaft des FCF gegen den SV Lemberg und um 17.30 Uhr die erste Mannschaft gegen den FK Petersberg. Im Sportheim wird anschließend ab 20 Uhr mit Livemusik gefeiert. Das Sonntagsprogramm beginnt um 10 Uhr mit einer Messe zur Kirchweihe, daher kommt schließlich auch die Kerwe. Außerdem wird Pfarrer Spieß verabschiedet. Der Festbetrieb auf dem Kerweplatz startet wieder um 12 Uhr und für 15 Uhr erwarten die Fischbacher die Kerwerede. Die für Fischbach spezielle Tradition des Hammeltanzes und der Kür eines Hammelpaares ist für Montag ab 18 Uhr vorgesehen. An der Gaststätte Pälzer Eck findet das Ereignis statt. Zur Tradition des Hammeltanzes kann Schreiber nichts sagen. Selbst alte Fischbacher können sich nicht mehr an die Ursprünge des Hammeltanzes erinnern. „Fest steht, dass es eine Attraktion am Kerwemontag ist, den Hammel auszutanzen“, erzählt Bürgermeister Schreiber. Mehrere Paare tanzen dabei um einen Stuhl herum, auf dem ein Wecker stehe, der mit einem Tuch verhängt sei. Beim Überschreiten einer auf dem Boden liegenden Stange werde ein Blumenstrauß immer weiter an das nächste Paar gegeben. Sieger ist das Brautpaar, das den Strauß in Händen hält, wenn der Wecker klingelt. Anschließend werde das neue Hammelpaar gekrönt und im offenen Traktorengespann durch den Ort gefahren. In früheren Jahren habe man dazu oft ein vermögendes Paar ausgesucht, da der Sieger gerne ein Fass Bier oder das Essen spendiert habe, erzählt Schreiber weiter. Wichtig für Traditionen wie die Kerwe sei immer auch die Toleranz der Anwohner, betont Schreiber, der sich ausdrücklich bei allen Anwohnern rund um den Kerweplatz bedankt. „Sie ertragen die Beeinträchtigungen, die ein solches Fest mit sich bringt, für uns alle und dafür gebührt Anerkennung.“ (kka)