Rheinpfalz Keine negativen Nachrichten mehr

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«RODALBEN.» Es soll keine negativen Meldungen mehr aus der Verbandsgemeinde (VG) Rodalben geben: Das wünscht sich Alexander Kotz (37, Donsieders), der als freier Kandidat bei der Wahl des Verbandsbürgermeisters antritt. Seine Erfolgschancen beruhen aus seiner Sicht auf der Unterstützung durch jüngere Wähler, die sich für „einen ihresgleichen“ entscheiden können, und auf der Überzeugungskraft gegenüber den Älteren zu seinen Gunsten.

Kotz ist verheiratet, hat eine 14-jährige Tochter und einen 12-jährigen Sohn, wohnt seit seinem dritten Lebensjahr in Donsieders und hat hier, unter anderem durch den Bau eines Einfamilienhauses, seinen Lebensmittelpunkt eingerichtet. In seiner Freizeit widmet sich der stellvertretende Abwassermeister bei den VG- Werken vorzugsweise (außer der Familie) dem Fußball. Er betätigt sich als Trainer beim FK Pirmasens für die C- bis A-Jugend, betreut Fußballcamps für die Jugendschule von Mainz 05 und trainiert auch Kinder der Fußballschule von Unicorn. Mit dem Eintritt in die CDU im Jahre 1997 begann er, sich in die Kommunalpolitik einzubringen. Im Jahr 2012 ist er Beisitzer im Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes geworden, und seit drei Jahren gehört er für die Wählergruppe seines Vaters Georg Kotz dem Ortsgemeinderat an. Die CDU, meint er, befinde sich in einer instabilen Lage. Als freier Kandidat traue er sich am ehesten zu, wieder ordnende Strukturen zu stärken, aus dem Abseits und frei von negativen Störungen. Die Verwaltung, erklärt Kotz, sei ihm durch seinen Arbeitsplatz im Rathaus kein „Buch mit sieben Siegeln“. Er kenne die Abläufe und wisse, wo für seine Politik unter dem Motto „Zukunft gestalten“ der Hebel anzusetzen sei. Ihm missfällt zum Beispiel, dass „Firmen und Industrie“ in der Verbandsgemeinde „keinen Platz zur Ansiedlung finden“, deshalb in die Nachbarschaft auswichen, und es zugleich an Bauland für junge Familien fehle. Es bedürfe in Anbetracht des demografischen Wandels schlüssiger Konzepte für Kindertagesstätten (mit Früh- und Kleinkindbetreuung) und Grundschulen mit dem Angebot der Ganztagsbetreuung. Hilfreich sei ein Jugendbeauftragter mit „ständigem Kontakt zum Kreisjugendpfleger“ und dem Verbandsgemeinderat. Nicht nur Familien, auch Senioren brauchten mehr Unterstützung, sei es durch Verbesserungen im Nahverkehr (Bürgerbus), mobile Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und vor allem durch die Einführung der Stelle eines „Amtslotsen“, eines „Kümmerers“. „Bürgerfreundlich, bürgernah und flexibel“ müsse die Verwaltung sein, wozu auch schon Serviceerweiterungen mittels Homepage beitragen könnten. Im Blick in die Zukunft – nicht gerichtet auf „eine eventuelle Wiederwahl“ – setzt sich Kotz für den„ Erhalt und die Attraktivitätssteigerung“ des Freibads Biebermühle ein. Er will Modelle entwickeln für den Fall, dass einmal das Gebäude der jetzigen Realschule plus leer stehen sollte. Vorgenommen hat er sich, die Elektromobilität in der Verbandsgemeinde (unter anderem durch öffentliche Schnell- Ladestationen) weiterzuentwickeln, ebenso die energetische Sanierung der gemeindeeigenen Gebäude. Schon eine Selbstverständlichkeit seien Zielsetzungen wie die Tourismus- und Wirtschaftsförderung (Gewerbeflächen), der Ausbau der Breitbandanschlüsse und die Unterstützung der Feuerwehren. Patenschaften könnten vernachlässigte Anlagen (Spielplätze) instand setzen und pflegen. Kotz setzt auf das Miteinander von Ortsgemeinden und Verbandsgemeinde, die zur Weiterentwicklung an einem Strang ziehen sollten. Ein großes Anliegen ist ihm die Stärkung des Bürgersinns, die Mitverantwortung für das Gemeinwesen. Seine Ziele will er in einem Flyer zusammenfassen, den er persönlich in den Haushalten verteilen möchte. Info Wir haben die Bürgermeisterkandidaten gebeten, neben ihren politischen Ideen auch einige persönliche Dinge von sich zu verraten. Dafür haben sie eine Doppelseite im „Tilda Apfelkern Freundebuch“ von Andreas H. Schmachtl, erschienen im Arena-Verlag, ausgefüllt. (Foto: Heinen)

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