Rheinpfalz Keine Konkurrenz mehr unter VR-Banken
Die VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken und die VR-Bank Westpfalz haben vereinbart, sich in Thaleischweiler-Fröschen und Waldfischbach-Burgalben keine Konkurrenz mehr zu machen. Jeweils eine Filiale wird deshalb geschlossen.
Wie die VR-Bank Südwestpfalz gestern mitteilte, haben Vorstand und Aufsichtsrat beider Banken beschlossen, dass künftig jeweils nur eines der Institute mit einer Geschäftsstelle präsent sein wird. Am 5. Oktober werde deshalb die VR-Bank Südwestpfalz – vor der Fusion mit der VR-Bank Südwestpfalz (Rodalben-Zweibrücken) die VR-Bank Pirmasens – ihr Serviceangebot in der gemeinsamen Geschäftsstelle in Waldfischbach einstellen. Die VR-Bank Westpfalz bleibt an dem gewohnten Platz in der Welschstraße. Dorthin war erst vor gut einem Jahr auch die Filiale der VR-Bank Südwestpfalz umgezogen, als der Wasgaumarkt das Gebäude, an dessen Stelle nun ein Lidl-Markt entstehen soll, verließ. Das Angebot des Geldausgabeautomaten im neuen Wasgau-Markt in der Waldfischbacher Hauptstraße soll bestehen bleiben. Zum gleichen Zeitpunkt wird die VR-Bank Westpfalz ihren Standort in Thaleischweiler-Fröschen aufgeben. Die VR-Bank Südwestpfalz verlegt am 6. Oktober ihre Filiale vom bisherigen Standort im Cap-Markt in die Räume in der Bahnhofstraße 9 a, wo zuvor die VR-Bank Westpfalz untergebracht war. „Das aktuelle Marktumfeld mit immer knapper werdenden Margen, steigende Kosten und durch vom Staat verordnete Zusatzaufgaben zwingen die Genossenschaftsbanken zum Handeln“, erklärt Alexander Kostal, Vorstand der VR-Bank Westpfalz, die Entscheidung. Sein Kollege Michael Knecht, Vorstand der VR-Bank Südwestpfalz, ergänzt: „Die Reduzierung auf eine Genossenschaftsbank an einem Standort trägt dazu bei, auch weiterhin das Angebot genossenschaftlicher Bankstellen aufrecht zu erhalten. “ Die Mitglieder und Kunden würden selbst entscheiden, welche Bank sie künftig betreuen soll. Kunden, die nicht auf die räumliche Nähe ihrer Bankfiliale verzichten wollen, werde der „Umzug“ ihrer Kontoverbindung zu der vor Ort verbleibenden Geschäftsstelle der VR-Bank empfohlen. Hierzu böten beide Banken zur Unterstützung einen Umzugsservice an, mit dem der Wechsel einer Kontoverbindung, insbesondere des Girokontos, „unkompliziert und ganz einfach“ möglich sei. Bereits ab Montag, 15. August, werde eine Mitarbeiterin der VR-Bank Südwestpfalz in den Räumen der VR-Bank Westpfalz zur Abwicklung des Umzugsservices bereitstehen. Die Mitarbeiter der aufgegebenen Filialen werden nicht entlassen, sondern anderweitig eingesetzt, teilten die beiden Institute mit. Die VR-Bank Südwestpfalz verfügt dann noch über 16 Filialen; es seien keine weiteren Filialschließungen vorgesehen. Auch bei der VR-Bank Westpfalz, die dann noch zwölf Filialen betreibt, stünden wegen der Schließung keine Kündigungen an. Ob das Filialnetz künftig weiter ausgedünnt werde, lasse sich indessen nicht sagen. Beide Banken befinden sich zurzeit in unterschiedlichen Fusionsprozessen: Die ehemalige VR-Bank Pirmasens und die VR-Bank Südwestpfalz fusionierten bereits zur VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken. Hier steht nur noch der „technische Zusammenschluss“ im November aus. In Kaiserslautern entsteht die Volksbank Kaiserslautern, ein Zusammenschluss der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und der VR-Bank Westpfalz (die RHEINPFALZ berichtete). |ow