Rheinpfalz Kein einfaches Vorhaben

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Die Straße „In den Birken“ wird ab 2018 ausgebaut. Diesen Beschluss fasste der Ortsgemeinderat Hinterweidenthal in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig. Zuvor hatte Christian Draxl, Sachbearbeiter der Bauabteilung der Verbandsgemeinde, ausführlich die Abwicklung erläutert.

Dass Bedarf besteht, darüber waren sich die Ratsmitglieder ebenso einig wie über die Tatsache, dass der Ausbau kein einfaches Vorhaben wird. Die konkrete Umsetzung, vor allem die Frage der Zuwegung, der Umfahrung und der Bauabschnitte, wird nach einem Ortstermin mit Fachleuten gesondert beraten. „Der Ausbau wird zwei Jahre dauern“, sagte Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk. Die Kosten schätzt Draxl auf rund 1,3 Millionen Euro. 40 Prozent, also 512.000 Euro, übernimmt die Gemeinde, die Anlieger müssen rund 768.000 Euro über die wiederkehrenden Beiträge (WKB) für Verkehrsanlagen zahlen. Im Zuge des Ausbaus werden die Hausanschlüsse und die Wasserleitung erneuert sowie der Kanal im Inlinerverfahren durch die Verbandsgemeindewerke saniert. Die WKB-Raten werden 2016 zum jeweiligen Monatsersten im Juli, August, Oktober und Dezember erhoben. 2017 sind die Raten am ersten Tag der Monate März, Juni, September und Dezember fällig. Anfang Juli ist mit der Fertigstellung der Bahnhofstraße zu rechnen. Nachdem die Tragschicht im zweiten Bauabschnitt aufgebracht wurde, folge der letzte Bauabschnitt vom Bahnübergang bis zur Einmündung auf die B 427. Einstimmig gab der Rat grünes Licht für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik (wir berichteten am Donnerstag). „Ich denke, der Zeitpunkt ist da“, sagte Schenk mit Blick auf die Förderungsbewilligung. Ausgenommen sind Straßenleuchten im Industriegebiet und „In den Birken“. Die übrigen Leuchten werden nach und nach getauscht. Den von Revierförster Axel Werner vorgestellte Forstwirtschaftsplan 2016 segnete der Rat ebenfalls einstimmig ab. Im Ergebnis stehe zwar ein Defizit von 10.000 Euro, das jedoch lediglich durch die Abschreibungen der Waldwege zustande komme. Ohne die Abschreibungen bliebe ein Überschuss von rund 12.000 Euro. Wie Werner erläuterte, werde der Holzeinschlag um fünf Prozent auf 3770 Festmeter verringert, was er mit der „FSC“-Zertifizierung, einem Nachhaltigkeitssiegel, begründete. Fünf Prozent der Referenzfläche dürften keiner waldwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden, daher dürfe dort auch kein Einschlag erfolgen. Rund 2970 Festmeter Holz gehen in den Verkauf, bei der Differenz von 800 Festmetern handele es sich um nicht verwertbares Holz. Ein Teil davon biete das Forstamt als Flächenlose an. Diese Möglichkeit bestehe nur noch im Bereich der Forstämter Wasgau und Hinterweidenthal. Auch 2015 seien 400 Festmeter Flächenlose verkauft worden, das entspricht rund 500 Ster, ohne Polterholz. Das Freiburger Unternehmen Weiher wird auch die zweite Urnenwand auf dem Friedhof installieren. Das entschied der Rat einstimmig. Der Bedarf sei vorhanden, die bestehenden Kapazitäten nahezu erschöpft, sagte die Bürgermeisterin. Die neue Wand bietet 21 Fächer, in denen bis zu drei Urnen aufgenommen werden können, und kostet rund 22.000 Euro. Am 2. Juni ist eine Einwohnerversammlung vorgesehen. Das wegen eines Trauerfalls verschobene Floriansfest wird am 21. und 22. Mai nachgeholt. (elim)

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