Rheinpfalz Katharinenhof dem Erdboden gleichgemacht

Nur noch ein großer Schuttberg ist vom Horbacherhof, der im Volksmund auch Katharinenhof genannt wurde, an der B 10 zwischen Hau
Nur noch ein großer Schuttberg ist vom Horbacherhof, der im Volksmund auch Katharinenhof genannt wurde, an der B 10 zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal übrig geblieben.

Wer in diesen Tagen an der Bahnunterführung zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal vorbeifährt, dem dürfte etwas fehlen: Der Katharinenhof, der eigentlich Horbacherhof hieß, ist dem Erdboden gleichgemacht worden.

Die RHEINPFALZ sprach gestern mit dem Leiter der Landesbetriebs Mobilität Kaiserslautern, Richard Lutz. Das Landesamt ist seit rund fünf Jahren der letzte Besitzer der Immobilie gewesen, die einst ein großes Landgut war. „Wir haben das Gebäude im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B 10 erworben und hatten damals schon die Intention, das zuvor leerstehende Gebäude abzureißen“, sagte Lutz. Nicht zuletzt der Dachstuhlbrand vor zwei Jahren sei der Grund gewesen, dass das Gebäude, das einbruchsgefährdet war, jetzt abgerissen werden musste. Die Einfahrt von der B 10 war schon länger nur noch für forstwirtschaftliche Fahrzeuge freigegeben, zumal in den vergangenen Jahren immer mehr Lastwagenfahrer auf dem Areal einen Parkplatz suchten, sagte die Hinterweidenthaler Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk der RHEINPFALZ. „Für uns Hinterweidenthaler war der Katharinenhof viele Jahre zu einem Stück Heimat geworden, vor allem als Käthe Antonich das Restaurant mit guter Küche sehr lange geführt hat“, so die Ortschefin. Viele Jahre habe es dort Familienfeste gegeben, bis das beliebte Ausflugsziel an einen Karlsruher Betreiber gegangen war und vor wenigen Jahren an den Bund verkauft worden sei. Von LBM-Chef Lutz war zu erfahren, dass der Abriss des Horbacherhofs bei einer Ausschreibung an die Firma Sehlem (bei Trier) vergeben worden sei. Die Abrisskosten betrugen 90.000 Euro. Ein Mitarbeiter der Abrissfirma aus dem Trierer Raum informierte, dass das Abrissgut auf die Deponie Mühlheim (ebenfalls bei Trier) gebracht wird.

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