Rheinpfalz Kaiserslautern: Landgericht befasst sich mit Attacke auf Straßenkünstler
Versuchten Totschlag an zwei Menschen, begangen am helllichten Vormittag in der Kaiserslauterer Innenstadt, wirft die Staatsanwaltschaft einem jungen Asylbewerber aus Eritrea vor. Am ersten Verhandlungstag am Dienstag vor dem Landgericht in Kaiserslautern gab der Angeklagte zwar seine Taten weitgehend zu, verhedderte sich aber in zahlreichen Widersprüchen über Ablauf und seine Motive. im vergangenen Mai hatte er laut Anklage in der Innenstadt zwei rumänische Straßenkünstler, die in knallroten Trikots und mit ebenso geschminkten Gesichtern Kunststücke machten, angegriffen und verletzt. Dabei schlug der junge Mann unter anderem mit einer Eisenstange auf die beiden ein. Ein 78-jähriger Mann, der zufällig vorbeikam, griff beherzt ein und verhinderte weitere Schläge mit der Eisenstange. Gemeinsam mit einem anderen Passanten gelang es dem Mann, den Angeklagten festzuhalten, bis die Polizei kurze Zeit später eintraf. Der Angeklagte sagte aus, dass ihm eine innere Stimme befohlen habe, „diese roten Teufel von der Erde zu entfernen“.Er gab auch an, am Abend vor der Tat Marihuana geraucht und am Morgen darauf so genanntes Spice, eine Mischung meist künstlicher Drogen, konsumiert zu haben. Vom Ablauf der Tat lieferte er indes mehrere Varianten.