Rheinpfalz Kaiserslautern: Bewegender Flüchtlingsfilm feierte Premiere

 Der Regisseur Solomon Tsehaye (Bildmitte, mit Brille) und ein Teil der Beteiligten nehmen nach der Premiere im Union-Kino den B
Der Regisseur Solomon Tsehaye (Bildmitte, mit Brille) und ein Teil der Beteiligten nehmen nach der Premiere im Union-Kino den Beifall des Publikums entgegen.

Geschichten, die rührten und bewegten: Der junge Filmautor Solomon Tsehaye, der vor wenigen Jahren aus seiner Heimat Eritrea nach Kaiserslautern geflüchtet ist, hat einen Dokumentarfilm über die Integration von Zugewanderten in Kaiserslautern gedreht. Die Filmproduktion namens „Aura“, die über einen Förderpreis des Integrationsbeirats der Stadt Kaiserslautern unterstützt wird, feierte am Samstag Premiere im Union-Kino und erntete großes Interesse und viel Zuspruch.

Film zeigt den Weg in ein fremdes Land



In seinem Film zeigt Solomon Tsehaye am Beispiel der Stadt Kaiserslautern, dass die Integration geflüchteter Menschen sehr wohl funktionieren kann und bereits funktioniert – anhand von unterschiedlichen Personen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen, die ihre ganz persönliche Lebens- und Fluchtgeschichte erzählen. Viele wurden in ihrer Heimat politisch verfolgt, misshandelt und haben alles verloren – darunter auch nahestehende Menschen. Sie erzählen über den beschwerlichen Weg aus ihrer Heimat in ein fremdes Land und eine fremde Stadt, die sie mittlerweile ihr zweites Zuhause nennen.

Regisseur selbst Flüchtling



Der Regisseur hat die Leiden einer Flucht selbst erlebt. In seiner Heimat Eritrea war der 30-Jährige als renommierter und mehrfach ausgezeichneter Filmemacher tätig. Aufgrund einiger internationaler Filmauszeichnungen und seiner politischen Haltung wurde er verfolgt, vorübergehend in Gewahrsam genommen und fand letztlich Zuflucht in Kaiserslautern. Seine Frau blieb in Eritrea zurück.

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