Rheinpfalz Ja zur Kooperation bei Wasser

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Zum Anschluss von Vorderweidenthal und Oberschlettenbach an die Trinkwasser- und Abwasserleitungen der VG Dahner Felsenland steht die Entwurfsplanung. Diese wurde unter anderem am Dienstag im Werksausschuss vorgestellt.

Als Gemeinschaftsprojekt der Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Dahner Felsenland ist der Anschluss von Vorderweidenthal und Oberschlettenbach zusammen mit der Annexe Lindelbrunn an das Versorgungsnetz der VG Dahner Felsenland geplant. Aus fördertechnischen Gründen werden die Werke Dahner Felsenland als Maßnahmenträger fungieren. Zwischen beiden VG besteht Einigkeit, dass alle nicht durch Zuschüsse oder Darlehen gedeckten Kosten zur Realisierung von den Verbandsgemeindewerken Bad Bergzabern getragen werden. Optimierungsmaßnahmen in der Abwasserreinigungsanlage „Unteres Wieslautertal“ tragen die VG-Werke Dahner Felsenland. Förderanträge wurden beim Land gestellt. Zuschussfähig sind beim Abwasser 40 Prozent und beim Wasser 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Offen ist noch, ob diese als Zinszuschüsse oder als echte Zuschüsse gewährt werden. Die Maßnahme soll die Trinkwasserversorgung von Vorderweidenthal und Oberschlettenbach sichern. Bisher erfolgt die Aufbereitung deren Wassers aus einer Quelle und einem Tiefbrunnen in Vorderweidenthal. Infolge der Trockenperiode 2017 ging die Quellschüttung vorübergehend stark zurück. Deshalb wurde der Tiefbrunnen vermehrt zur Trinkwasserversorgung herangezogen. Dies hatte zur Folge, dass die zulässigen Trübungswerte im Trinkwasser überschritten wurden. Im Rahmen der auf drei Jahre begrenzten Ausnahmegenehmigung wurden Abhilfemaßnahmen geprüft. So kommt es nun zur Kooperation mit dem Dahner Felsenland. Da auch die Kläranlage Vorderweidenthal sanierungsbedürftig ist, wurde ebenfalls die Möglichkeit eines Abwasserverbundes geprüft. Die bisherige Kläranlage Vorderweidenthal soll dann in ein Regenrückhaltebecken umgebaut werden. Die Trasse für die Wasserverbund- und die Abwasserdruckleitung entspricht der geplanten Radwegetrasse von Erlenbach nach Vorderweidenthal. Diese beginnt in Erlenbach am Ende der Grünheckstraße und führt zunächst in Richtung Osten bis zur B 427. In Höhe der Parkbucht wird die B 427 gequert. Es geht weiter über einen „Mitfahrerparkplatz“ und einen Weg bis zur L 490. Dabei ist der „Erlenbach“ zu queren. Anschließend führt die Leitung entlang der L 490 bis zur „Kläranlage Vorderweidenthal. Dort ist eine Wasserübergabestation mit einer Druckerhöhungsanlage nach Vorderweidenthal notwendig. Danach geht es entlang der L 490 bis zum Anschluss an das Ortsnetz Vorderweidenthal. Die Anlagen in Vorderweidenthal bleiben erhalten. Da beide Wasser mischbar sind, genügt ein Zukauf aus dem Fremdnetz, wenn die eigenen Quellen nicht genügend schütten. Die Versorgungssicherheit beim Trinkwasser ist somit gegeben. Die Kostenschätzung einschließlich Baunebenkosten und Genehmigungen beträgt 713.000 Euro netto. Die Kläranlage Vorderweidenthal ist stark sanierungsbedürftig. Die geplante Abwasserdruckleitung von Vorderweidenthal wird im gleichen Leitungsgraben wie die geplante Wasserverbundleitung verlegt. Das Abwasser wird dann zur Kläranlage „Unteres Wieslautertal“ gefördert. Diese wurde für 2500 Einwohnergleichwerte (EWG) ausgelegt, derzeit sind nur 1200 angeschlossen. Somit kann das Abwasser aus Vorderweidenthal und Oberschlettenbach ohne Erweiterung gereinigt werden. Im Zulauf zur Kläranlage „Unteres Wieslautertal“ bestehen hydraulische Engpässe. Deshalb soll davor ein Stauvolumen mit Schneckenförderer zum Rechen eingebaut werden. Die Kläranlage selbst soll durch Änderungen in der Elektro-, Maschinen-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Belüftung optimiert werden. Die mit dem Anschluss der Kläranlage ermittelten Kosten belaufen sich einschließlich aller Nebenkosten auf 2,4 Millionen Euro. Der Werksausschuss stimmte einstimmig den vom Ingenieurbüro Dilger ausgearbeiteten Entwurfsplanungen grundsätzlich zu.

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