Rheinpfalz Investitionen abgenickt

Einig waren sich die Ortsgemeindevertreter von Steinbach, in den nächsten beiden Jahren weder Grund- noch Gewerbesteuern zu erhöhen. Auch dem Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2018 wurde ohne Diskussion zugestimmt.
Auch wenn die beiden genannten gemeindlichen Steuern unangetastet blieben, war sich das Gremium einig, die Hundesteuer um vier Euro anzuheben. Somit erhebt die Ortsgemeinde künftig für den ersten Hund 40 Euro und den zweiten Hund 64 Euro, für alle weiteren beträgt die Hundesteuer 94 Euro. Eine lange Liste von geplanten Investitionen für die Jahre 2018 bis 2021, die Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz vorstellte, wurde einvernehmlich vom Rat abgenickt. Einer der größten Brocken in 2018 sind Einplanungen von 50.000 Euro für Sicherungsmaßnahmen auf der Hoffläche des Kindergartens. Für die anstehende Dorfmoderation hat Fehrentz für die beiden nächsten Jahre 40.000 Euro eingeplant. Auf nicht uneingeschränkte Zustimmung stieß die Investition in den Bau des geplanten Feld- und Radwegs, der durch das Henschtal führen soll. Trotz bis zu 90 Prozent Zuschüssen aus Bundes- und Landesmittel, blieben immer noch gut 90.000 Euro an der Gemeinde hängen, monierten einige Ratsmitglieder und stellten den Nutzen des Weges für die Gemeinde in Frage. Revierförster Marcus Siebert erwartet aus dem Holzverkauf von etwa 305 Festmetern abzüglich der Holzerntekosten einen Erlös von 15.430 Euro. Nach Abzug aller Betriebskosten rechnet Siebert mit einem Minus von 940 Euro für den Forst. Das wird allerdings, prognostiziert der Revierförster, günstiger ausfallen, weil zirka 100 Festmeter Stammholz aus dem vergangenen Jahr in den Wirtschaftsplan einfließen werden. Dem Rat lag eine Bauvoranfrage eines ortsansässigen Landmaschinenfachbetriebes vor. Der will seine Betriebstätte in die Ortsrandlage verlagern. Dazu soll nun ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, waren sich die Ratsmitglieder einig. Gleichzeitig vergab der Ortsgemeinderat die Bauleitplanung an das Waldmohrer Büro Habermann. Mit der Landschaftsplanung plus Umweltbericht wurde das Büro Gros beauftragt. Den Zuschlag für die Vermessungsarbeiten erhielt das Büro Strauß und Christoffel. Die Kosten werden gemäß der sogenannten Kostenübernahmeerklärung durch den Bauträger getragen. Fünf Spenden im Gesamtwert von 1567 Euro nahm der Rat an. Laut Fehrentz solle mit den Spendengeldern auch Kindern aus finanzschwachen Familien eine Teilnahme an dem Musikprojekt, das der Kindergarten in Zusammenarbeit mit der Musikschule durchführt, ermöglicht werden.