Rheinpfalz In neuem Gewand
Das Wallfahrtsfest auf Maria Rosenberg – das seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts jährlich in der Pfingstwoche gefeiert wird – wirft dieses Mal einen besonders großen Schatten voraus. Aus dem Wallfahrtsfest die Rosenberger Tage zu machen, sei die Idee, erläuterte der Direktor von Maria Rosenberg, Volker Sehy. Statt bisher drei wird nun fünf Tage gefeiert.
„Wir möchten die Tradition in einem zeitgemäßen Gewand präsentieren. Mehr Weite, mehr Tiefe, Tradition und Innovation“, beschreibt Sehy die Absicht hinter den Veränderungen. Das neue Angebot habe an den verschiedenen Tagen verschiedene Zielgruppen im Blick. Neben den Gästen, die jährlich zum Wallfahrtsfest auf den Rosenberg kommen – in der Vergangenheit waren das immer mindestens 1500 – sollen neue Zielgruppen angesprochen werden. Jung und Alt, Neugierige, Sinnsucher, Pilger, Menschen, die inne halten möchten, Menschen, die zusammen mit anderen feiern möchten, sind angesprochen. Vielleicht finde der ein oder andere auch den Seelenpartner fürs Leben, „denn der Rosenberger Tag war mal ein großer Heiratsmarkt“, erinnert Sehy schmunzelnd an frühere Traditionen. Eröffnet werden die Rosenberger Tage am Mittwoch, 23. Mai, mit dem Pontifikalamt mit Weihbischof Otto Georgens (19.30 Uhr). Anschließend führt die Lichterprozession zur Lourdes-Grotte – ein erster Höhepunkt des Wallfahrtsfestes –, ehe im Wallfahrtshof gefeiert wird. Der Donnerstag, 24. Mai, steht am Vormittag im Zeichen der Kinder. Ab 10 Uhr wird die Pilgermesse des Rosenberger Landes gefeiert, die von den Kindertagesstätten in der Umgebung des Rosenbergs mitgestaltet wird. Ganz neu im Programm ist das After-Work-Pilgern, das am Donnerstagabend gemeinsam mit dem Wirtschaftsförderkreis der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben angeboten wird. Um 18 Uhr starten die Teilnehmer – mitpilgern darf, wer mag – am Sportzentrum Bruchwiesen. Es geht Richtung Schwarzbachtal, von dort hoch zum Rosenberg. Kurz und knackig ist die Strecke. Unterwegs werden von Pfarrer Volker Sehy und Pastoralreferent Steffen Dully kurze Impulse zum Innehalten gesetzt, es soll die Möglichkeit geboten werden, zu reflektieren, durchzuatmen. Auf dem Rosenberg endet das After-Work-Pilgern mit einer Segensfeier in der Gnadenkapelle und einem gemütlichen Beisammensein. „Die Veranstaltung halten wir ganz bewusst offen für Neugierige“, sagt Sehy. Inspiriert durch den Erfolg der After-Work-Partys des örtlichen Wirtschaftsförderkreises, die die Menschen im Ort zusammenbringen, sei diese gemeinsame Idee entstanden. „Eine gute Gelegenheit, die die Zusammengehörigkeit vom Ort Waldfischbach-Burgalben und Maria Rosenberg unterstreicht“, sagt Thomas Matz für den Wirtschaftsförderkreis zu dem gemeinsamen Angebot. Im Alltag bleibe vieles auf der Strecke, hier werde die Möglichkeit geboten, sich mal Zeit zu nehmen, um sich bewusst zu machen, dass bei allen Problemen auch vieles lohne, um dafür dankbar zu sein. Dass der Rosenberg und die Gemeinde eng verbunden waren und sind, unterstreichen Bürgermeisterin Anna Silvia Henne und der erste Beigeordnete Roland Schumm. „Der Rosenberg war schon immer ein dominierender Punkt, der für die gesamte Gemeinde von großer Bedeutung war und ist“, so Henne. Was ihn freue, sei die schon im Vorfeld spürbare Begeisterung für das erweiterte Programm, sagt Steffen Dully. Auch bei den Mitarbeitern. „Das ist ja schon ein sehr großer Aufwand in diesem Jahr, aber die Mitarbeiter haben sofort gesagt, ja, das schaffen wir, das sehen wir als große Chance.“ Am Freitag, 25. Mai, um 10 Uhr geht es weiter. Die Pilgermesse mit Krankensalbung ist geplant. Ab 20 Uhr steht der Rosenberg im Zeichen der Jugend, die eine Worship Night feiert, eine Party für Jesus. Musik, Rosen-Burger und, wie an allen Tagen, gute Gespräche werden geboten. Der Samstag, 26. Mai, beginnt um 10 Uhr mit der Pilgermesse. Ab 14 Uhr ist die Kommunionkinderwallfahrt inklusive Andacht und Einzelsegnung an der Grotte. In Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte wird dieser Tag gestaltet. Das zu Jahresbeginn gestartete Angebot „Du bist einfach da“, bei dem die Kapelle rund um die Uhr geöffnet ist, gehört in der Nacht zu Sonntag, 27. Mai, zum Programm. Ab 21 Uhr ist Dariusz Stankiewicz vor Ort. Traditionell geht das Wallfahrtsfest sonntags zu Ende. Ab 9 Uhr besteht Beichtgelegenheit, ab 10 Uhr wird mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann das Pontifikalamt gefeiert. Musikalisch gestalten es die Kirchenchöre der Pfarrei Rodalben. Anschließend wird im Wallfahrtshof gefeiert. Mit der Maiandacht endet das Fest. Info www.maria-rosenberg.de