Rheinpfalz Imposante Felsen, herrliche Ausblicke

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Sechs neue Premium-Wanderwege sind in diesem Jahr allein in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland hinzugekommen plus einer in Eppenbrunn – ein Anlass, um die neuen Pfade einmal zu erkunden. Den Anfang macht der Dahner Rundwanderweg (DRW). Er gehört mit zu den ältesten ausgeschilderten Wanderwegen rund um Dahn. Herrliche Ausblicke auf das Städtchen aus verschiedenen Blickwinkeln genießt man von imposanten Felsen und kann nebenbei die beiden Dahner Burgen besichtigen. Es empfiehlt sich, die Tour zu teilen, denn dann kann man die beiden Burgen in Ruhe ausgiebig erkunden. Wir haben mit dem Westteil begonnen.

Ab dem Bahnhof Dahn geht es über die Wieslauter zum früheren Müttergenesungsheim. Neben der Fußgängerbrücke fand dort vor 25 Jahren jährlich im August das „Wieslauterspringen“ statt. Bewaffnet mit einer langen Stange sprangen mutige junge Frauen und Männer im Stabhochsprungstil über die Wieslauter. Jedoch nicht alle erreichten das andere Ufer. Sie landeten im Wasser, sehr zur Freude zahlreicher Zuschauer. Man folgt ein kurzes Stück dem Radweg in Richtung Hinterweidenthal. Dann geht der Pfad links ab, gemächlich im Wald ansteigend hinauf zum Sängerfelsen. Diesen erreicht man nach 15 Minuten. Direkt gegenüber erblickt man den sagenumwobenen Felsen „Jungfernsprung“. Die Stadt Dahn liegt einem zu Füßen. Weiter geht es nahezu eben zum Großtaler Hals. Dort steigt es steil an zu Satansbrocken und Hexenpilz, zwei im Wald versteckte Felsformationen. Danach bergab zur Burgruine Neu-Dahn, die auf einem Sporn des nördlichen Ausläufers des Kauerts liegt und im 13. Jahrhundert gebaut wurde (40 Minuten ab Sängerfelsen). Zerstört wurde sie wie viele andere Burgen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 durch französische Truppen unter General Melac. Auch als Ruine wirkt sie noch imposant mit ihrem massiven Mauerwerk. Nachdem die Burg in den letzten Jahren freigestellt wurde, kann man sie gefahrlos umrunden. Eine Besichtigung der Ruine ist zu empfehlen. Über den erneuerten Treppenturm erreicht man das Felsplateau und schaut hinab ins Wieslautertal sowie auf die Gewerbegebiete Dahn I und II. Auf einem ausgewaschenen Pfad führt der DRW steil bergab in Richtung Moosbachtal. Bei einem Querweg weist ein Wegweiser zum „Felsentor“. Von dort geht es auf den Radweg. Geht man an dieser Stelle auf einem nicht markierten Pfad nach links bergab, kommt man nach wenigen Minuten direkt zum Neudahner Weiher mit dem ihn umgebenden Campingplatz. Hier geht es durch das Moosbachtal zur Dahner PWV-Hütte, die nach zwei Kilometern erreicht wird. Zeit für eine Vesperpause. Gekräftigt geht es bergauf Richtung Dehmershübel und dann durch den Steinhohl abwärts. Links und rechts liegen am Ende des Abstiegs der Campingplatz Büttelwoog und das Hotel Felsenland. Erreicht man die Straße, ragen die Felsen „Braut und Bräutigam“ auf. An diesen vorbei geht es Richtung Jugendherberge. Nach wenigen Minuten ist der Aufstieg zum „Wachtfelsen“ erreicht Von diesem hat man in Nordrichtung einen schönen Ausblick auf Dahn, nach Süden auf das Wohngebiet Büttelwoog mit dem Felsland-Badeparadies. Beim Abstieg ist Vorsicht angesagt. Erst geht es steil eine Eisentreppe hinab, dann sucht man das Wegzeichen des DRW. Wir haben keines gefunden und folgten den Zeichen des Sagenwegs. So kommt man zum Hotel „Pfalzblick“. Wer sich auskennt, wird dann nicht dem wiederaufgetauchten DRW-Wegzeichen folgen, das in einem großen Wiesenbogen auf den Wieslauter-Radweg führt. Kürzer ist der Weg entlang der Straße über den Hotelparkplatz, der führt direkt zum Bahnhaltepunkt „Dahn-Süd“.

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