Rheinpfalz Idee mit Köpfchen
Headis ist Kopfballtischtennis. Erfunden in Kaiserslautern, spielen mehr als 80.000 Menschen weltweit den Funsport. In diesem Jahr findet das 100. Turnier statt, natürlich in Kaiserslautern. Und Erfinder René Wegner aus Weselberg ist voller Vorfreude auf das Ereignis in der Unisporthalle.
«Kaiserslautern.»Was 2006 mit einem Spaß im Freibad Waschmühle in Kaiserslautern angefangen hat, hat sich zu einem der angesagtesten Sportarten weltweit entwickelt: Headis. Kaum einem ist es mehr unbekannt. Auf fünf von sechs Kontinenten ist die Sportart mittlerweile vertreten. Doch wie war das eigentlich so mit dem Headis? Ohne Schläger und Ball ist eine Tischtennisplatte in der Regel nicht sonderlich nützlich. Sollte man meinen. Der aus Weselberg stammende René Wegner, Erfinder von Headis, sah das jedoch anders und spielte mit Freunden spontan einen Plastikball mit dem Kopf über die Platte hin und her. Dabei dachte er sich, warum nicht eine Sportart daraus machen. Das alles war im Jahr 2006. Um nicht nur beim Denken zu bleiben, richtete er noch im selben Jahr die erste inoffizielle Weltmeisterschaft in seinem Garten aus. Bis zum ersten öffentlichen Turnier 2007, der Weltmeisterschaft auf dem Gartenschaugelände in Kaiserslautern, trieb er die Vermarktung des Sports voran, so dass sich zu diesem Zeitpunkt bereits über 100 Teilnehmer, teils international, in der Gartenschau einfanden. Wiederum ein Jahr später stieg dann zum ersten Mal ein Weltcupturnier in einer der ältesten Städte Deutschlands: Köln. Nicht ganz unbeteiligt an der schnellen und breiten Verteilung über ganz Deutschland hinweg war die deutsche Studentenszene. Diese ist jedoch ebenso von viel Internationalität geprägt, so dass Headis auch schnell seinen Weg durch ganz Europa fand. Resultat sind Weltcupturniere in Frankreich, Holland, Tschechien, Belgien und Deutschland, die allesamt dieses Jahr ausgetragen wurden. Die amtierende Weltmeisterin ist Spanierin und lebt seit über drei Jahren in Kaiserslautern. Margarita Mármol Fernandez wurde bei der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ der RHEINPFALZ Vierte. Bis heute ist der Sport bis auf Australien auf allen Kontinenten präsent. Mehr als 80.000 Menschen weltweit spielen Headis. Partnerschaften existieren in Belgien, der Schweiz, der Slowakei, Tschechien, Holland, in China und Japan. Dieses Jahr folgt der Höhepunkt. Elf Jahre nach dem ersten gespielten Ball feiert die Headis-Turnierhistorie am 9. Dezember ein Jubiläum: das 100. Turnier. Standesgemäß in der Geburtsstadt Kaiserslautern . Die Sporthalle des Unisports der Technischen Universität Kaiserslautern wird nicht wiederzuerkennen sein: Gefüllt mit 20 Platten und mit über 150 erwarteten Teilnehmern wird die Halle zum Mekka der Headisfreunde. Und neben dem eigentlichen Turnier sind etliche Besonderheiten geplant. Hierzu zählen ein Rückblick auf die letzten Jahre, eine Tombola/Versteigerung für den guten Zweck, eine Party mit Kaiserslauterer Künstlern und ein Box Shot, bei dem in eine Box von Sponsor Bito, Meisenheim, geköpft werden muss und bis zu 500 Euro gewonnen werden können. „Wie immer ist die Teilnahme für absolut jeden offen. Geschlecht und Alter ist egal, und es ist keine Vereinszugehörigkeit nötig. Einfach unter headis.com anmelden, ehe das Teilnehmerfeld voll ist. Zuschauer zahlen keinen Eintritt und sind gerne gesehen“, zeigt sich Wegner voller Vorfreude.