Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Hinterweidenthal: Sparkasse und VR-Bank kooperieren

Sparkasse und VR-Bank betreiben ihre erste gemeinsame SB-Stelle in Hinterweidenthal: von links Tobias Stahlhofen (VR-Bank), Pete
Sparkasse und VR-Bank betreiben ihre erste gemeinsame SB-Stelle in Hinterweidenthal: von links Tobias Stahlhofen (VR-Bank), Peter Kunz (Sparkasse), Bernd Lehmann (VR-Bank) und Jürgen Keiper (Sparkasse). Foto: Seebald

In den letzten 12 Monaten wurde eine Idee entwickelt und in Hinterweidenthal umgesetzt, die vor fünf bis zehn Jahren noch undenkbar gewesen wäre: Sparkasse Südwestpfalz und VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau kooperieren in Form einer ersten gemeinsamen Selbstbedienungsstelle.

In den Räumlichkeiten der bisherigen SB-Filiale der Sparkasse in der Hauptstraße 95 können jetzt zusätzlich auch Kunden der VR-Bank den Geldausgabeautomaten nutzen, darüber hinaus steht ein Kontoauszugsdrucker bereit. Die Logos beider Banken signalisieren am Gebäude die neue gemeinsame Adresse, die im Falle der VR-Bank den Standort in der Hauptstraße 49 ersetzt.

Beginn einer Zusammenarbeit

„Wir setzen damit ein wichtiges Zeichen, dass wir in der Fläche bleiben wollen“, betonte Sparkassen-Vorstand Peter Kunz. „Wir tun gut daran, zusammenzuarbeiten. Dies hier wird kein Einzelthema bleiben, die Zusammenarbeit wird sich in anderen Bereichen fortsetzen.“ Auch VR-Bank-Vorstand Bernd Lehmann hob die Versorgung der Region als Auftrag hervor. Angesichts der Kosten in Zeiten niedriger Zinsen müsse man sich jedoch Gedanken machen, wie man dies noch leisten könne. Die Kooperation mache aber deutlich, dass man keineswegs vorhabe, sich zurückzuziehen.

Überweisungen besser per Telefon

Ortsbürgermeisterin Barbara Schenk begrüßte die Zusammenlegung der SB-Stellen an einem Ort, mahnte zugleich aber auch, an Menschen mit Handicap zu denken und sprach dabei die weggefallene Möglichkeit, Überweisungen in einen Briefkasten zu werfen, an. Dem entgegneten die Bank-Vorstände, dass diese Methode ohnehin anfällig für betrügerische Manipulationen gewesen sei und empfahlen, Überweisungen per Telefon abzuwickeln. „Das ist absolut sicher, ein Telefon hat jeder, und am anderen Ende sitzen kompetente Menschen aus der Region“, so Kunz.

Über die gemeinsame SB-Stelle freute sich auch Verbandsbürgermeister Werner Kölsch. „Ein gewisser Gewöhnungsprozess ist normal. Die Menschen empfinden es erst mal als Verlust, wenn ein Standort wegfällt.“

Rund 20.000 Euro an Investitionskosten teilen sich Sparkasse und VR-Bank. Das Haus bekam einen neuen Anstrich, ein komplett neues Vordach, und Leitungen wurden verlegt. Auch die laufenden Kosten teilt man sich.

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