Rheinpfalz Henne neue Bürgermeisterin

Die Doppelgemeinde hat weiterhin eine Frau an ihrer Spitze stehen. Allerdings hat sich nicht nur deren Name, sondern auch deren Partei geändert. Neue Bürgermeisterin von Waldfischbach-Burgalben ist Anna Silvia Henne. Die Sozialdemokratin folgt auf Sigrun Klotz-Bischoff (CDU), die nicht mehr angetreten war.
Bei der Stichwahl am Pfingstsonntag verschaffte sich Henne mit 1193 Stimmen einen Vorsprung von 115 Stimmen im Vergleich zu Mitbewerber Jörg Prokein (CDU). Für ihn stimmten 1078 Waldfischbach-Burgalber. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 58,19 Prozent einen respektablen Wert für eine Stichwahl. Ungültig gaben 30 Wähler ihr Votum ab, das Ergebnis der Wahl stand 30 Minuten nachdem die Wahllokale geschlossen hatten, also um 18.30 Uhr, fest. Der Politikneuling Prokein lag im Stimmbezirk drei, der im Wesentlichen den Ortsteil Burgalben umfasst, mit 432 zu 237 Stimmen sogar deutlich vor Henne. Allerdings hatte die 59-Jährige in den beiden anderen Bezirken jeweils die Nase vorn, was ihr insgesamt den Wahlsieg einbrachte. Nach ihrem Wahlsieg kündigte Henne an, mit allen im neuen Rat vertretenen Fraktionen sprechen zu wollen. Sie wünsche sich eine „breite Basis“ für das, was in Waldfischbach-Burgalben anstehe. Viele der Mitglieder im neuen Rat seien von den Bürgern direkt gewählt worden, daraus ergebe sich auch eine große Verantwortung. Stärkste Fraktion im neuen Rat ist jedoch mit sechs Sitzen nicht die SPD, der Henne angehört, sondern mit sieben Mandaten die CDU. Außerdem sind noch die BWB mit vier, sowie die FWG mit drei Sitzen vertreten. Im für die neu gewählte Ortsbürgermeisterin ungünstigsten Fall könnte das auf eine sogenannte Kohabitation hinauslaufen. Das hieße, dass Henne ihr neues Amt ohne eigene Ratsmehrheit wahrnehmen müsste. Beim ersten Urnengang am 25. Mai trat neben Henne und Prokein auch Beate Grünewald (FWG) an. Allerdings schaffte keiner der drei Kandidaten , die absolute Mehrheit der Stimmen zu erreichen. Beate Grünewald, die 14,8 Prozent der Stimmen erzielte, schied aus. Henne erhielt 45,4 Prozent der Stimmen und Prokein 39,8 Prozent. Im Vorfeld der Stichwahl wollte Grünewald keine Wahlempfehlung abgeben. Ihre Fraktion sei offen nach beiden Seiten, informierte sie lediglich. (cdl)