Rheinpfalz
Hauensteiner Ordensgeistlicher wird Kölner Franziskanerkloster leiten
Nach Ablauf seiner Amtszeit und fast acht Jahren als Provinzialminister der Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten wurde dem aus Hauenstein stammenden Bruder Berhardin Seither eine neue Aufgabe übertragen: Er wird künftig das Franziskaner-Kloster in Köln als Guardian leiten.
Guardian ist die von Ordensgründer Franziskus von Assisi (1181 bis 1226) gewählte Bezeichnung für den verantwortlichen Bruder in einer Hausgemeinschaft. Das lateinische Wort ist mit „Beschützer“ und „Verwalter“ zu übersetzen. Franziskus wollte eine flache Hierarchie in der Gemeinschaft, deshalb gibt es bei den Franziskanern keinen Abt oder Prior, sondern den Guardian, der den Konvent leitet.
Im Dezember 2011 hatte das Generalkapitel des Ordens den damals 46-jährigen Berhardin Seither, der im selben Jahr zum Priester geweiht worden war, im mittelfränkischen Kloster Schwarzenberg zum Provinzialminister, zum „Ordenschef“ der deutschen Franziskaner-Minoriten gewählt. Als Provinzialminister war sein Dienstsitz das Franziskanerkloster in Würzburg. Von dort aus leitete er zusammen mit dem vierköpfigen Definitorium die Ordensgemeinschaft mit ihren sechs Klöstern. Seine Leitung habe er, wie er immer wieder betonte, im Sinne des lateinischen Begriffes „minister“ (Diener) verstanden, als „Dienst an und mit den Brüdern“.
Das sei auch als Guardian so. „Für mich ändert sich einiges“, so Bruder Bernhardin in seinem Weihnachtsschreiben. Er sei als Provinzialminister viel unterwegs gewesen, jetzt komme ein „mehr sesshaftes Leben“ auf ihn zu. Er wird in Köln unter anderem in St. Kolumban und in der Minoritenkirche seelsorgerlich tätig sein. Den „Um- und Aufbruch“ kommentiert er mit einem Wort des früheren schwedischen Politikers Dag Hammarskjöld: „Für das Vergangene: Dank – Für das Kommende: Ja.“