Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Hauenstein will vielleicht Miethäuser bauen

Im Bebauungsplan "Am Sonnenhang" sind in der rot umrahmten Fläche drei Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Am unteren Bildrand rechts
Im Bebauungsplan »Am Sonnenhang« sind in der rot umrahmten Fläche drei Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Am unteren Bildrand rechts ist das Wasgaustadion zu erkennen. Foto: Franz-Josef Schächter

Nachdem die Ortsgemeinde Hauenstein ihre Wohnimmobilien in der Vergangenheit bis auf wenige Ausnahmen verkauft hat, stellt man nun Überlegungen an, wieder in den Wohnungsbau einzusteigen und im Baugebiet „Am Sonnenhang“ eventuell gar drei Mehrfamilienhäuser zu errichten.

Im neuen Baugebiet „Am Sonnenhang“, für dessen Erschließung die Verbandsgemeinde unlängst die notwendigen Schritte eingeleitet hat, sind drei Parzellen, die entlang der Speyerstraße liegen und 715, 790 und 858 Quadratmeter groß sind, zur Bebauung mit Mehrfamilienhäusern vorgesehen. In der jüngsten Ratssitzung hatte sich der Rat mit einem CDU-Antrag befasst, die Häuser dort unter der Regie der Gemeinde zu errichten.

Fraktionssprecher Daniel Meyerer hatte den Antrag unter anderem damit begründet, dass sich Hauenstein „zurzeit im Aufwind“ befinde, die Anzahl der Einwohner steige und es „momentan sehr schwer ist, in Hauenstein eine Wohnung zu mieten“. Im Antrag wird auch auf die derzeit niedrigen Darlehenszinsen verwiesen und darauf, dass die Gemeinde auf Dauer Mieteinnahmen generieren könnte. Der Rat solle, so die CDU, „im Frühjahr 2020 eine Entscheidung treffen“.

Mietwohnungen, betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhaus

In der Debatte wurde deutlich, dass der Rat quer durch alle Fraktionen gewillt ist, das Feld „Wohnungsbau“ intensiver zu beackern: So sollen nun die Möglichkeiten eruiert werden, ob die Gemeinde allein oder gemeinsam mit einem Investor in der Lage ist, auf den drei vorgesehenen Grundstücken Häuser mit mietpreisgebundenen Wohnungen zu errichten. Dabei könne man derzeit auf günstige Konditionen bauen. Neben dem äußerst niedrigen Zinsniveau wies Manfred Seibel (Grüne) darauf hin, dass es „Förderung wie nie“ gebe.

Bei der Umsetzung sollen, so zeigte die Debatte im Rat, unterschiedliche Modelle durchdacht werden. So sprach Susanne Münch (FWG) die Variante betreutes Wohnen an, das Stichwort Mehrgenerationenhaus könnte eine Rolle spielen, und Manfred Seibel brachte die architektonische Variante der Holzbauweise ins Gespräch. „Wir müssen uns vor allem darüber klar werden, was genau wir wollen“, sagte Susanne Münch. Um das Ziel zu konkretisieren und seine Realisierbarkeit abzuklopfen, wurde der Antrag an den Hauptausschuss überwiesen.

Zwei Wohnungen in der Von-Ketteler-Straße

Teil des CDU-Antrags war auch die Renovierung des gemeindeeigenen Gebäudes in der Von-Ketteler-Straße. Hier soll durch eine Bestandsaufnahme ermittelt werden, wie das Gebäude wirtschaftlich saniert werden kann. Derzeit stünden, so hieß es, zwei Wohnungen leer, die in ihrem jetzigen Zustand nicht zu vermieten seien. Auf Vorschlag von Manfred Seibel solle in die vorbereitenden Arbeiten – gerade zur energetischen Sanierung des Gebäudes – die Deutsche Stadt- und Grundstücksgesellschaft (DSK) eingebunden werden, die derzeit ein energetisches Quartierskonzept erarbeitet.

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