Rheinpfalz Handwerk ist gefragt

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Auf reges Interesse stieß der erste „Tag des dörflichen Handwerks“, den der Touristikverein Erlenbach/Lauterschwan am Sonntag in der Berwartsteingemeinde organisiert hatte. Viele Besucher von außerhalb informierten sich in den sieben Höfen über die dortigen Tätigkeiten. Aber auch zahlreiche Erlenbacher nutzten die Gunst der Stunde, um zu sehen, welche längst nicht mehr selbstverständliche Kompetenzen in ihrem Dorf vertreten sind.

Beim Landhandel Maußhardt am Ortseingang informierte Inhaber Dieter Maußhardt über das alte Müllerhandwerk. Er musste Sonderführungen durch die Mühle einlegen, um das Interesse zu decken. Geräte für Forst- und Gartenbau gab es bei Norbert Zwick in der Hauptstraße, ehe der Weg weiter in die Grünheckstraße führte, wo Steinbildhauermeister André Mertel in die Kunst der Steinbearbeitung einführte. Nur wenige Häuser weiter gaben Metallbaumeister Pierre Dauenhauer und der Gipser- und Stuckateurbetrieb Bernd Christill Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche. Am Linsenbühler Hof in der Hauptstraße hatte die Schäferei von Dirk Eichberger geöffnet. Er stellte seine Schafkäserei vor und entschied spontan, im Stundentakt Schafschuren vorzuführen. Kinder hatten zudem die Gelegenheit, sich im Filzen von Wolle zu üben. Am Seehof informierte Kiosk-Pächter und Spenglermeister Erik Feibert über seinen in Wilgartswiesen ansässigen metallverarbeitenden Betrieb, während der Erlenbacher Wolfgang Bösl am Dorfgemeinschaftshaus in seinem rollenden „Pfälzer Backstübel“ Flammkuchen und Brot aus dem Holzofen, Crêpes und andere Leckereien anbot. Auch die vom Touristik-Verein organisierte Kuchentheke im Dorfgemeinschaftshaus wurde gut angenommen. Hier trafen sich die Besucher zur zwischenzeitlichen Stärkung oder zum gemütlichen Ausklang. „Alles in allem können wir sagen: Experiment gelungen. Erlenbach hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt“, zog die Vorsitzende des Touristik-Vereins, Waltraud Itschner, ein positives Fazit. Zum Gelingen des Tages hätten aber nicht nur die Handwerker, sondern das gesamte Dorf beigetragen – „durch reichlich Kuchenspenden ebenso wie durch das gepflegte Aussehen der Häuser, Vorgärten und Straßen“. Ob die Veranstaltung wiederholt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen, wenn sich die Beteiligten zu einer Nachbesprechung zusammenfinden. (hll)

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