Rheinpfalz Handball in Dansenberg: Feuer und drei Rote Karten

Steuerte sechs Treffer zum Sieg bei: Jan Claussen von TuS Dansenberg, hier mit Sebastian Bösing gegen Tim Düren, Jakub Stryc und
Steuerte sechs Treffer zum Sieg bei: Jan Claussen von TuS Dansenberg, hier mit Sebastian Bösing gegen Tim Düren, Jakub Stryc und Ruben Sigle (von links) vom HC Oppenweiler-Backnang.

15 Zeitstrafen, zehn Siebenmeter und drei Rote Karten: Was sich auf dem Spielberichtsbogen wie ein brutaler Abnutzungskampf zweier technisch limitierter Abstiegskandidaten liest, hätte eigentlich ein richtig gutes Handballspiel werden können. Das konnten oder wollten die beiden Unparteiischen am Samstag beim 31:27 (14:12)-Heimsieg des TuS Dansenberg gegen den HC Oppenweiler-Backnang aber nicht zulassen.

Der Auftritt der beiden Schiedsrichter war über weite Strecken schlichtweg indiskutabel. Wer eine Handballhalle als Bühne zur Selbstdarstellung nutzt, ist in der dritthöchsten Spielklasse fehl am Platz. Fehlendes Fingerspitzengefühl war da noch das kleinste Problem. Dass Unparteiische in einem Pressegespräch im Anschluss an die Partie harsch kritisiert werden, ist absolut unüblich. Schließlich sieht man sich immer zweimal im Leben, und niemand will es sich mit den Regelhütern absichtlich verderben. Dass es aus HCOB-Coach Matthias Heineke nach dem Spiel dennoch förmlich heraussprudelte, war ihm nicht zu verdenken.

Streckenweise nur zwei Feldspieler

Bemerkenswert war, dass er seine durchaus berechtigte Kritik ruhig und sachlich vortrug und die schwache Schiedsrichterleistung ausdrücklich „nicht als ausschlaggebend für die Niederlage“ sah. Und das, obwohl seine Mannschaft kurzzeitig mit nur zwei Feldspielern auf dem Parkett stand und danach eine zweiminütige 4:7-Unterzahl zu überstehen hatte. „In dieser Phase haben wir es sogar richtig gut gemacht“, kommentierte der Trainer die beiden Treffer zum 19:21 und 20:22 (44.) mit einem leicht ironischen Unterton.

„Keine unfaire Mannschaft“

„Ich habe keine unfaire Mannschaft gesehen heute. Ab der fünften Minute gab es auf beiden Seiten von den Schiedsrichtern nur noch Feuer, Feuer, Feuer. So wurde es zwischen zwei technisch guten Mannschaften ein total zerfahrenes Mistspiel“, konstatierte Heineke und traf mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf.

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