Eisenberg Gustav Herzog begrüßt Kandidatur von Schulz

Eigentlich sei er ja ein Befürworter von Sigmar Gabriel, sagt der Zellertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Gustav Herzog zum Verzicht Gabriels auf eine Kandidatur für das Amt des Bundeskanzlers. Herzog betont aber auch, dass er die Kandidatur des früheren EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz begrüßt.
„Gabriel ist schon durch die Mitgliederbefragung zur Koalitionsbildung nach der letzten Bundestagswahl untrennbar mit der Großen Koalition verbunden, und sehr viele wollen ja nicht, dass diese Große Koalition fortgesetzt wird“, sagt Herzog. Martin Schulz als EU-Politiker sei hingegen in dieser Frage unbelastet. Von der politischen Ausrichtung gebe es keine großen Unterschiede zwischen den beiden. Martin Schulz sei wie Sigmar Gabriel ein Vollblutpolitiker, dem Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit wichtig seien. „Damit liegt er voll auf meiner Linie“, betont der Zellertaler Sozialdemokrat. Positiv wertet er auch die Erfahrungen, die Schulz vor seiner Zeit im Europäischen Parlament von 1987 bis 1998 als Bürgermeister des 11.000-Einwohner-Städtchens Würselen bei Aachen gesammelt habe. „Man merkt, ob jemand ursprünglich aus der Kommunalpolitik kommt, denn solche Politiker kennen die Probleme und Wünsche der Bevölkerung hautnah“, sagt Gustav Herzog. |oef