Rheinpfalz Grundschulsanierung zehn Prozent teurer

Placeholder-Image

Die Kosten für die Generalsanierung der Grundschule in Thaleischweiler-Fröschen steigen. Ursprünglich mit insgesamt 2,1 Millionen Euro (inklusive vor einigen Jahren bereits eingebauter neuer Fenster) veranschlagt, „liegen wir aktuell etwa 200.000 Euro über der geplanten Bausumme“, rechnete Thomas Schatton von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben am Mittwoch im Bauausschuss hoch.

In diese Mehrkosten fällt beispielsweise rein, dass der Kanal auf dem Grundstück teilweise komplett kaputt ist, was Filmaufnahmen jetzt zeigten. „Das hat ja ursächlich nichts mit dem Bau der Schule zu tun, wurde halt jetzt festgestellt“, stellte der Beigeordnete Jörg Juner fest. Der Ausschuss entschied, dass ein Teil des Kanals auf dem Grundstück erneuert wird. Für 32.170 Euro gingen diese Arbeiten an die Firma Caprano, Pirmasens. Für 18.400 Euro wird der Kanal zwischen der Sporthalle und der Grieshohlstraße von der Pirmasenser Firma Germann im sogenannten Inlinerverfahren saniert. Aus Kostengründen verzichtet die Verbandsgemeinde darauf, einen Teil der Schulhoffläche zu sanieren. Im Zuge der Bauarbeiten war festgestellt worden, dass die dortige Schwarzdecke mit Schadstoffen belastet ist. Inklusive Entsorgung hätte die Erneuerung dieses Feldes noch mal mindestens 60.000 Euro gekostet. Da keine Gefahr besteht, so lange das Material nicht ausgegraben wird, „lassen wir sie drin“, fasste Verbandsbürgermeister Thomas Peifer die Meinung des Bauausschusses zusammen. Vergeben hat der Ausschuss die Trockenbauarbeiten, die unter anderem in allen Räumen Schallschutzdecken beinhalten. Während bei vorherigen Vergaben die gute Konjunktur die Preise nach oben getrieben hat, „bekommen wir hier eine hervorragende Leistung zu einem Preis, der unserer ursprünglichen Kostenschätzung bei schlechterer Ausführung entsprochen hätte“, freute sich Schatton. Den Auftrag erhielt die Firma Hoffmann & Holderbaum, Pirmasens. Zu den Mehrkosten hat auch beigetragen, dass durch den neuen Fahrstuhl an bereits eingebauten Fenstern Veränderungen vorgenommen werden müssen oder dass aus Sicherheitsgründen, wenn die Arbeiten am Neubau beginnen, ein zweiter Bauzaun gestellt werden muss. Die grundsätzliche Linie, dass Farbe in die Schule kommt – Funktionsräume, Lehrerzimmer und Schulleiterbereich, auch die Außenwände werden in abgestuften Grautönen gehalten – wurde vom Bau- und Schulträgerausschuss gemeinsam festgelegt. Beim Bodenbelag votierten die Ausschüsse übereinstimmend für den im Vergleich zu PVC teureren (40 Euro pro Quadratmeter), aber deutlich schöneren und länger haltbaren Bodenbelag aus Kautschuk. Rund 1300 Quadratmeter Boden sind zu verlegen. „Der Boden, der jetzt verlegt wird, soll aber auch die nächsten 50 Jahre halten“, zeigte Architekt Thomas Diehl vom Planungsteam Südwest auf, dass dies eine sinnvolle Investition ist. Festgelegt wurde auch, dass jedem der acht Klassenzimmer eine eigene Farbe zugeordnet wird. Die wird sich im Boden ebenso finden, wie an einer farbigen Wand im Schulsaal. Die Farbe wird sich auch in den Türumrandungen finden und an der Außenfassade sichtbar sein. Denn auch außen werden die Betonträger, die die Schulsäle optisch einrahmen, in der Farbe gestrichen, die im Klassenzimmer vorherrschen wird. Die Schulküche soll zur reinen Ausgabeküche werden. Das Essen bringt ein Caterer. Platz wird gelassen, um Konvektoren aufstellen zu können, falls der Caterer mal gewechselt wird und ein Bieter den Zuschlag erhält, der mit Konvektoren arbeitet. Zwei Backöfen werden installiert, damit die Schüler in der Vorweihnachtszeit eventuell Plätzchen backen können. Dazu gibt es zwei Kühlschränke mit Tiefkühlmöglichkeit.

x