Rheinpfalz Großer Andrang
Mehr als 1300 Besucher zählten das Veldenz Gymnasium Lauterecken und die Realschule plus Lauterecken/Wolfstein am Freitagnachmittag bei der Berufswahlmesse des Landkreises Kusel. Rund 60 Aussteller unterschiedlichster Ausbildungsbetriebe, Universitäten, Fachhochschulen, Hochschulen oder Berufsbildender Schulen waren in 40 Klassensälen der beiden Schulen sowie der Turnhalle der Realschule vertreten.
„Mit der Organisation hat von der schulischen Seite aus alles gut geklappt. Bis auf drei Aussteller, die uns kurzfristig abgesagt hatten, lief auch hier alles problemlos“, berichtete Enrico Petermann, stellvertretender Leiter der Realschule plus Lauterecken/Wolfstein, „Wir haben freundlicherweise drei Shuttlebusse, einen von unserer Verbandsgemeinde und zwei vom Bonifatiuswerk Diaspora-Miva zur Verfügung gestellt bekommen.“ Damit konnten die Besucher komfortabel von zwei Parkplätzen aus zum Schulzentrum gebracht und zurückgefahren werden. „Außerdem unterstützt uns die Kreisverwaltung Kusel finanziell, wofür wir sehr dankbar sind“ , informierte Petermann. Der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Otto Rubly, Realschulleiterin Katja Zielinski und der Schulleiter des Gymnasiums, Stefan Weber, eröffneten in der Gymnasialturnhalle die Veranstaltung. Aufgeteilt in drei Bereiche, nämlich in die Klassenräume der beiden Schulen sowie in die Turnhalle der Realschule Plus, hatten die Schüler allerhand Möglichkeiten, sich über verschiedenste Berufe oder über ein Studium zu informieren. Mit großen Ständen machten vor allem der Autobauer Opel, die Bundespolizei und die Firma Karl Otto Braun in der Turnhalle auf sich aufmerksam. Die Berufsbildende Schule Kusel bot einen Elektro- sowie einen Metallworkshop an, bei welchen die Besucher Schaltungen löten mussten oder ihren Namen in Schilder stanzen konnten. Als Nachbar des Gymnasiums war auch die Firma Bito Lagertechnik präsent. An deren Stand konnte man Lagerkisten zusammenbauen, was bei den Besuchern gut ankam. „Wir sind hier zum dritten Mal dabei und freuen uns stets, mit den Schülern und auch mit den Eltern interessante Gespräche zu führen“, berichtete Alexander Ehrlich, Bito Referent für Personalentwicklung. „Unser Unternehmen profitiert von langer Erfahrung und einer großen Bandbreite an Ausbildungsberufen, sowohl kaufmännisch als auch technisch. Für duale Studierende haben wir Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre als Optionen“, erklärte Ehrlich. Natürlich biete Bito Mitarbeitern auch einen kurzen Arbeitsweg, fügte er schmunzelt hinzu. „Die Ausrichtung der Messe bringt uns als Schulgemeinschaft auch näher zusammen. Die Zusammenarbeit lief stets kollegial und freundschaftlich ab. Ein großes Lob hier an das Engagement der Realschule plus, die hier wirklich viel Arbeit reingesteckt hat“, sagte Weber, der die Messe zum ersten Mal mitorganisiert hatte. Zur Optimierung der Veranstaltungsreihe bekamen die Aussteller und Besucher Rückmeldezettel, damit die Schulleitungen anschließend Verbesserungsvorschläge diskutieren können. So kam der Wunsch der Aussteller auf, sich zielgruppenorientiert zu platzieren – beispielsweise alle kaufmännischen Betriebe in einem bestimmten Teil der Schule, die Unternehmen der Elektro- und Mechanikbranche in einem anderen. „Dennoch war das Fazit der Messe durchaus positiv von Seiten der Betriebe, aber auch von Seiten der Schüler“, resümierte Petermann im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die Band „Blown Fuse“ des Gymnasiums. Während der Messe versorgten die Schüler die Aussteller mit Essen und Getränken, aber auch die Besucher durften sich bei Kaffee, Kuchen und Würstchen eine Pause gönnen. Wann und wo die nächste Berufswahlmesse im Kreis Kusel stattfindet, werde in weiteren Gesprächen der Schulleiter festgelegt.