Rheinpfalz „Glimpflich“ ist das Wort zum Sonntag

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Gegen Mitternacht kehrte nach einem stürmischen Sonntagabend wieder Ruhe ein bei den Feuerwehren in in der Südwestpfalz. Versperrte Straßen, abgedeckte Dächer und abgerissene Stromleitungen sorgten für zahlreiche Einsätze in den Verbandsgemeinden Waldfischbach-Burgalben und Rodalben. Aber wenngleich der Sachschaden immens ist: Verletzt wurde niemand.

Rund 15 Einsätze zählte Arno Bohl, Wehrleiter der Feuerwehr Waldfischbach-Burgalben, zwischen 21.30 und 23 Uhr am Sonntagabend. Die Gewitter- und Sturmfront tobte sich vor allem im Ortsgebiet Waldfischbach-Burgalben aus, weniger in der übrigen Verbandsgemeinde. Dutzende Bäume seien entwurzelt, Dächer angehoben und Ziegel abgedeckt worden, sagt Bohl. Er weiß jedoch: „Es ist vergleichsweise glimpflich abgelaufen, gerade wenn man nach Baden-Württemberg oder Hessen schaut.“ So weit muss der Blick allerdings gar nicht erst schweifen, die Westpfalz hat es schon schlimm erwischt. Den Gesamtschaden dort beziffert die Polizei auf 100.000 Euro. In Schönenberg-Kübelberg im Kreis Kusel wurde eine Windhose gesichtet. 37 Mann der Feuerwehr in Waldfischbach-Burgalben seien mit sechs Fahrzeugen im Einsatz gewesen, sagt Bohl, hauptsächlich im Schwarzbachtal. Umgestürzte Bäume hatten die Straße und den Radweg versperrt, zwei Wohnhäuser komplett eingeschlossen. Per Kettensäge räumten die Feuerwehrkameraden den Weg frei, so dass die Bewohner ihre Häuser wieder verlassen konnten. Ein gemeldeter Dachstuhlbrand stellte sich glücklicherweise nur als Funkenschlag heraus; die Stromleitung war abgerissen. In der Verbandsgemeinde Rodalben musste die Feuerwehr neun oder zehn Mal ausrücken, sagt Wehrleiter Stiven Schütz. „Wir sind noch gut weggekommen“, findet auch er mit Blick auf andere Regionen im Südwesten der Republik. Das Einsatzgebiet beschränkte sich auf Donsieders und das Stadtgebiet von Rodalben. Auch hier hielten zahlreiche Bäume dem Sturm nicht stand und fielen auf die Landstraßen nach Burgalben und Münchweiler, auf die B 270 bei der Biebermühle und auf die Gleise nach Thaleischweiler-Fröschen. Die übrigen Orte waren von Sturm und Unwetter weniger betroffen; ein Umspannpunkt in Merzalben blieb gute zwei Stunden ohne Strom, wie die Pfalzwerke mitteilt. Auch die Polizei in Dahn spricht von einem „glimpflichen“ Verlauf des Unwetters in ihrem Einsatzgebiet, wo die Feuerwehr Busenberg die B 427 ebenfalls von einem quer liegenden Baum befreien musste. Ein in Dahn umgestürztes Baugerüst konnten die Polizeibeamten selbst wieder aufstellen. Auf der B 10 zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal, Höhe Katharinenhof, fiel ein größerer Sandsteinbrocken auf die Fahrbahn, der vom Bereitschaftsdienst der Straßenmeisterei weggeräumt wurde. „In der Nacht haben wir die wichtigsten Gefahrenstellen bearbeitet“, sagt Wehrleiter Bohl. Das wahre Ausmaß des Schadens sei ohnehin erst am Tag sichtbar geworden. Die restlichen Aufräumarbeiten übernähmen nun in den nächsten Tagen das Forstamt, die Bürger selbst und die Betriebshöfe der Gemeinde. (svw)

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