Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Hauch von Nordsee: Was die Gäste im neuen Lokal „Eulys Seehaus“ in Gries erwartet

Neue Pächter für das Lokal am Ohmbachsee: Marco und Jessica Jäger sowie ihr Sohn Pepe freuen sich darauf, bald viele Gäste in „E
Neue Pächter für das Lokal am Ohmbachsee: Marco und Jessica Jäger sowie ihr Sohn Pepe freuen sich darauf, bald viele Gäste in »Eulys Seehaus« begrüßen zu dürfen. Bei schönem Wetter können es sich die Gäste auch draußen im Strandkorb gemütlich machen.

Den Menschen ein Gefühl wie im Urlaub zu geben: Dieses Ziel verfolgen Jessica und Marco Jäger mit ihrem Restaurant „Eulys Seehaus“ am Ohmbachsee. Am Samstag ist Eröffnung.

Die Voraussetzungen, dass Jessica und Marco Jäger das mit dem Ferien-Feeling hinbekommen, sind jedenfalls gut: Wer auf der Terrasse von „Eulys Seehaus“ steht oder gar im Strandkorb sitzt und über den Ohmbachsee blickt, fühlt sich fast wie an der großen See. So soll es auch sein, sagt Jessica Jäger und lacht. Sie und ihr Mann Marco haben das auf Grieser Gemarkung gelegene Lokal gepachtet.

Mit dem Gedanken, ein Restaurant aufzumachen, habe sie sich schon länger befasst, erzählt Jessica Jäger. Aber bis vor kurzem hätte sie nie etwas Passendes gefunden. „Ich komme aus der Gastronomie, das Gastgewerbe ist mein Leben“, sagt sie. Seit zwölf Jahren ist sie für die Verpflegung der Schüler am Mannlich-Gymnasium in Homburg zuständig. Auf Anfrage übernimmt sie das Catering für Veranstaltungen. Wobei sie ausschließlich vor Ort kocht. Das alles mache ihr viel Freude: „Ich liebe, was ich tue.“

„Auf den See geschaut und eine Gänsehaut bekommen“

Im Februar habe ihr eine Freundin eine Anzeige gezeigt, in der die Ortsgemeinde Gries einen Pächter für das seit Dezember leerstehende Lokal suchte. Das Ehepaar fackelte nicht lange, verabredete sich mit den Verantwortlichen vor Ort. „Ich habe auf den See geschaut und eine Gänsehaut bekommen. Hier gehörst du hin“, beschreibt Jessica Jäger mit einem Lächeln ihr Gefühl. Wobei es nicht allzu sehr verwundert, schließlich ist die gebürtige Husumerin am Wasser großgeworden. Das Ehepaar schaute sich um, „alles gefiel uns“, sagt Marco Jäger. Sie legten dem Gemeinderat ein Konzept vor und setzten sich letztlich gegen mehrere Mitbewerber durch. Beide loben die freundliche Aufnahme, die Unterstützung und den Zuspruch des Ortsbürgermeisters und seiner Ratskollegen sowie generell der Grieser Bevölkerung. „Auch unsere Freunde und unsere Familie stehen zu und hinter uns.“

Wo notwendig, ist das Lokal renoviert und modernisiert worden. Das gilt für die Küche, das Mobiliar, die Kühlmöglichkeiten, das Geschirr und den Thekenbereich. Was andernorts ein Stammtisch ist, wird hier – für besondere Gäste – Ankerplatz genannt. Die Reminiszenz an die alte Heimat setzt sich vor allem draußen fort: Neben gemütlichen Sitzmöglichkeiten werden dort „in einer eigenen Lounge“ Strandkörbe und Liegestühle stehen. Insgesamt gibt es auf der überdachten Veranda 40, drinnen weitere 20 Sitzplätze sowie einige Stehtische. Nicht zu vergessen die großzügige beheizte Halle, die als „Event Location“ dienen soll – „für große Geburtstage, Jubiläen oder Hochzeiten“. Angedacht sind außerdem Veranstaltungen, die sie selbst organisieren wollen.

Regionales, Saisonales und Küstennebel aus dem Norden

Wichtig ist ihnen, dass sich ihre Gäste wohl und willkommen fühlen, betonen die Jägers. Sie haben ein Leitbild erarbeitet, das auf der Speisekarte nachzulesen ist. Demnach soll es bei „Eulys“ freundschaftlich, ja fast familiär zugehen. Die Karte werde bewusst klein gehalten, betont Jessica Jäger. Wichtig sei ihr Qualität und Frische. Auf Fertigprodukte werde sie komplett verzichten. „Die Gäste werden wählen können unter Burgern mit unterschiedlichen Belägen, Feines aus der Kartoffel.“ Außerdem gebe es viel Vegetarisches und natürlich auch Fisch. Wert lege sie außerdem auf regionale Produkte, auch würden passend zur jeweiligen Saison Gerichte serviert: im Frühling Spargel, im Herbst alles rund um den Kürbis, im Winter Wildspezialitäten. Jäger: „Ich bin mit einer Jägerin befreundet, die liefert mir das Fleisch.“ Kaffee und größtenteils selbstgebackener Kuchen – darunter Friesentorte und Windbeutel – runden die Karte ab. Samstags und sonntags kann bei „Eulys Seehaus“ auch gefrühstückt werden. Bei den Getränken dürfen Küstennebel (ein Anislikör aus Norddeutschland) sowie hausgemachte Limonade (unter anderem aus Sanddorn) nicht fehlen.

Unterstützt werde sie von Honorarkräften. „Einige haben sich schon gemeldet und Interesse bekundet“, sagt Jessica Jäger. Auch ihre Eltern und ihr Sohn Pepe packen bei Bedarf mit an. Ihr Mann Marco, gelernter Heilpraktiker, wird vornehmlich im Service tätig sein. Neben dem Lokal betreiben Jägers den an das Grundstück angrenzenden Wohnmobilstellplatz. Zu den Öffnungszeiten des Restaurants können die Camper dort die Sanitäranlagen nutzen. Auf Wunsch bieten Jägers auch einen Brötchenservice an.

Info

Erstmals seine Türen öffnet „Eulys Seehaus“ am Samstag, 13. Juni, von 10 bis 23 Uhr. Im Juni hat das Lokal freitags, samstags und sonntags geöffnet (Küche bis 21 Uhr). Im Juli, während der Ferienzeit, ist an sechs Tagen die Woche geöffnet (mittwochs Ruhetag).
Die offizielle Eröffnung ist für Freitag, 10. Juli, ab 17 Uhr terminiert. Die Gäste erwartet Livemusik mit der Band Sturmreif, eine Hüpfburg für Kinder sowie ein Fass Freibier.
Reservierungen werden entgegengenommen unter Telefon 06373 5000181 oder 0163 3171878.

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