Rheinpfalz Gesucht: Jungforscher für App

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Neustadt (kle). Forschungsvorhaben in den Bereichen Klimafolgen, Hydrologie, Meteorologie, Bodenschutz/Bodenphysik und Bildung: Das ist der Arbeitsschwerpunkt des Neustadter Unternehmens Udata. Jüngstes Bildungsprojekt: eine Wald-Klima-App. Sie soll den Zusammenhang von Wäldern und Klimawandel spielerisch jungen Menschen vermitteln. Gefördert wird sie aus dem Waldklimafonds des Bundes, entwickelt mit einer Jugend-forscht-AG in Neustadt.

Natur für junge Leute greifbar und erlebbar machen: Das ist das Anliegen einer neuen Jugend-forscht-AG „WaldKlima-App“. Der Neustadter Forschungsdienstleister Udata will damit in die Offensive gehen. Vor 20 Jahren in Cottbus gegründet, sei sein Unternehmen bisher „eher im Verborgenen tätig gewesen“, beschreibt es Jörg Scherzer. 2005 war er mit Udata und zehn Mitarbeitern aus Brandenburg in seine Heimatstadt Neustadt zurückgekehrt. Das Unternehmen konzentriert sich bundesweit auf Aufträge von Umweltbehörden, auf Gutachten und Forschungsdienstleistungen für Kommunen und Einrichtungen auf Länderebene. 2012 entwickelte das Udata-Team die interaktive Mosellum-App Koblenz, eine der ersten Museums-Apps, wie Scherzer erklärt. Die Neustadter Wissenschaftler betreuen auch das Freilandklassenzimmer beim Müllheizkraftwerk in Ludwigshafen. Jetzt engagieren sie sich noch stärker in der Umweltbildung. „Es gibt viele Umweltbildungsprogramme. Wichtig ist, dass die eigentliche Zielgruppe bereits bei der Entwicklung beteiligt ist. Wir steuern die Inhalte, bei der Umsetzung setzen wir aber auf junge Menschen“, erklärt Projektleiter Markus Dotterweich. Udata hatte sich auf eine Ausschreibung der Bundesregierung beworben und den Zuschlag erhalten. So wird das zweijährige Projekt der „WaldKlima App“ mit 265.000 Euro gefördert. Jetzt sucht das Unternehmen noch weitere interessierte Jugendliche, um die App zu entwickeln. Als Einzugsgebiet definiert Dotterweich den Großraum Neustadt mit Landau, Speyer, Ludwigshafen, Bad Dürkheim. Die Nachwuchswissenschaftler träfen sich schulübergreifend in der Berufsbildenden Schule (BBS) Neustadt mit der wissenschaftlichen Betreuerin Larissa Hauer. Teilnehmen könne jeder, Programmierkenntnisse oder andere Vorkenntnisse seien nicht nötig. Der Knackpunkt sei, dass Schüler oft wenig Zeit hätten, sagt Dotterweich. Daher will sich Udata an den Terminkalendern der Teilnehmer orientieren und bei Bedarf am Wochenende arbeiten oder in Blockseminaren. Der Kontakt zur BBS kam über Sergej Buragin zustande. Der Neustadter Pädagoge betreut an der Berufsschule mit großem Erfolg ebenfalls schulübergreifend verschiedene Jugend-forscht-Arbeitsgemeinschaften, die 2015 mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Dass Schüler bei einem ersten Treffen bereits besondere Impulse gegeben hätten, verrät Dotterweich gern. Beispielsweise habe keiner der Fachleute daran gedacht, dass es bei den Quizspielen oder Rätseln verschiedene Schwierigkeitsstufen geben müsse. Auch bei Design, Spielen, Quizfragen und den Texten setzt er auf die Mitarbeit der Jugendlichen: „Das Ganze soll nicht lehrbuchmäßig rüberkommen, es soll die junge Generation ansprechen.“ Das Smartphone als Hilfsmittel zur Umweltbildung spielt dann auch in der Natur eine Rolle. Etwa wenn ein Baum fotografiert werden muss. Oder andere Aufgaben zu lösen sind, die von den Teilnehmern noch entwickelt werden sollen. Schlagworte sind etwa „Missionen erfüllen“ oder auch eine Art „Geo-Caching“. Info Wer sich für die App-Werkstatt interessiert, kann sich an Larissa Hauer wenden, E-Mail: hauer@udata.de, Telefon 06321/9989450, oder an Markus Dotterweich, E-Mail: dotterweich@udata.de. Weitere Infos: www.waldklima-app.de oder www.fisaonline.de.

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