Rheinpfalz Gesperrte Halle stellt Vereine vor Probleme

Die Sanierungsarbeiten in der Wasgauhalle liegen laut Kreisverwaltung im Zeitplan.
Die Sanierungsarbeiten in der Wasgauhalle liegen laut Kreisverwaltung im Zeitplan.

Während wegen der Sommerferien der Schulbetrieb ruht, gehen die Arbeiten an der Hauensteiner Wasgauhalle, in die der Landkreis Südwestpfalz als Schulträger der Realschule plus 1,7 Millionen Euro investiert, weiter. Derweil suchen die Vereine Ausweichmöglichkeiten für das Training während der Wintermonate, denn die Arbeiten sollen erst im Februar 2018 abgeschlossen sein.

Wie Ulla Eder, die Sprecherin der Kreisverwaltung informierte, wird derzeit noch an der Deckensanierung sowohl in der Halle als auch im Sanitärtrakt gearbeitet. Diese Arbeiten sollen aber mit dem Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Dann wird die bisherige Metalllamellendecke demontiert und die vorhandene Decken- und Notbeleuchtung entfernt sein. Installiert werden in Halle und Sanitärtrakt eine tageslichtgesteuerte LED-Beleuchtung nach aktuellen Vorschriften sowie neue Lautsprecher. Auch eine abgehängte Decke wird montiert. Im Zuge der laufenden Arbeiten wird die Notbeleuchtungsanlage saniert und die Elektro-Hauptverteilung überarbeitet. Hier sind noch Restarbeiten auszuführen, die bis zum Ende der Sommerferien erledigt sein werden. Wie die Sprecherin des Kreises informierte, liegen die Arbeiten bislang im Plan. „Laut aktuellem Terminplan des Architekten wird die Sanierung der Sporthalle wie geplant im Februar 2018 abgeschlossen“, teilte sie auf Anfrage mit. Abhängig sei dies aber sowohl von den Witterungsverhältnissen als auch vom Ergebnis der Vergabeverfahren. Im Herbst werde noch die äußere Dachsanierung, bei der unter anderem die Oberlichter zu erneuern sind, vorgenommen. Im Spätjahr soll der Hallenboden, ein flächenelastischer Sportboden mit Linoleumbelag, eingebaut werden, Anfang 2018 folgen die Arbeiten im Sanitärtrakt, wo die Anzahl der Nasszellen dem Bedarf angepasst und sanitäre Anlagen „punktuell erneuert“ werden sollen. Die Sperrung der Halle wird in den Wintermonaten nicht nur die Schulleitung der Realschule plus vor Herausforderungen stellen, sie bereitet auch den Vereinen aus der Verbandsgemeinde, die die Halle seit vielen Jahren nicht nur für das Wintertraining nutzen, Probleme, wie beispielsweise Alexander Meyer, Sportvorstand beim TV Hauenstein, und Udo Memmer aus dem Vorstandstrio des SC Hauenstein bestätigten. Wie Meyer mitteilt, seien beim TVH insbesondere die Abteilungen Handball, Badminton, Volleyball, die Tanzgruppen und – während der Wintermonate – Fußball betroffen. „Die größten Auswirkungen hat die Sperrung natürlich für unsere Handballabteilung. Training und Spiele werden nun in Rodalben ausgetragen.“ Mit der TS Rodalben, wo die Hallenzeiten aber auch begrenzt seien, habe man eine Frauen-Spielgemeinschaft (FSG) gebildet. Meyer stellt auch fest, dass der Verein „wegen fehlender Einnahmen bei den Heimspielen mit finanziellen Einbußen“ zu rechnen habe, zumal die Kosten für den Spielbetrieb der neuen FSG nach wie vor der TVH trage. Ansonsten trainiere die Abteilung Badminton zurzeit in Annweiler, wo die Spielerinnen und Spieler in Eigenregie Hallenzeiten organisieren konnten, und in der vereinseigenen Halle. „Jedoch mussten die Trainingszeiten in Hauenstein teilweise auf das Wochenende gelegt werden, da unsere Halle auch fast ausgebucht ist“, berichtet Meyer weiter. Die Tanzgruppe trainiere in der TV-Halle und in der Turnhalle der Grundschule, müsse sich die Halle jedoch übergangsweise mit anderen Gruppen teilen. Und die Fußballabteilung werde sich je nach Witterung im Winter im Freien fit halten und gegebenenfalls verschiedene Soccerhallen in der Region anmieten. Die von der Kreisverwaltung als „Ausweichquartier“ angebotene Halle in Dahn sei nur zu Zeiten frei, „die für unseren Trainingsbetrieb nicht möglich waren“. „Die Situation ist für uns wie für alle anderen Vereine, die die Halle nutzen, schwierig“, merkt Udo Memmer für den SCH an. Vor allem die jüngeren Juniorenteams des SC Hauenstein und die Senioren der Spielgemeinschaft SC/TV nutzten die Wasgauhalle für das Wintertraining. Eine Lösung habe man noch nicht gefunden, habe aber beispielsweise mit der Ortsgemeinde Schwanheim Kontakt aufgenommen, um auf dem Indoor-Soccerfeld in der Hubertushalle trainieren zu können. Hier aber sei der Belegungsplan noch nicht fertiggestellt. Ein Loch in die Kasse der Jugendabteilung werde aber durch die Tatsache gerissen, dass durch die Sperrung der Halle die traditionellen Jugendturniere im Winter 2017/18 wohl nicht stattfinden können.

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