Eisenberg Geschichte zusammen aufleben lassen

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Wenn es um die Themen Kelten und Römer geht, soll auf dem und am Donnersberg sowie in Eisenberg künftig gemeinsame Sache gemacht werden. „Wir können nur voneinander profitieren“, sagt Erwin Schottler, der Vorsitzende des Vereins Donnersberger Kelten. Erstes Ziel ist es, einen gemeinsamen Flyer zu entwickeln.

„Jeder lebt von jedem.“ So sieht es Jürgen Stutzenberger, Fachbereichsleiter Tourismus und Wirtschaftsförderung bei der Eisenberger Verbandsgemeindeverwaltung. Dass sich Besucher, die sich für das Thema Kelten interessieren, auch die 2000 Jahre alte römische Siedlung in Eisenberg ansehen möchten, davon ist Stutzenberger überzeugt. Hier macht sich eine Arbeitsgruppe Gedanken. Die Wintermonate sollen genutzt werden, um zum Start der Saison 2016 im Frühjahr die Ergebnisse zu präsentieren. Es könnte also künftig beispielsweise so aussehen: Wer sich auf dem Donnersberg das keltische Erlebnis- und Informationszentrum anschaut – mit ihren 240 Hektar Innenfläche ist diese Keltenanlage eine der drei größten in Mitteleuropa –, wird nicht nur auf das Keltendorf in Steinbach aufmerksam gemacht, sondern auch auf den Vicus in Eisenberg. Umgekehrt natürlich genauso. Den Slogan „...auf den Spuren der Kelten und Römer“ hat der Verein Donnersberger Kelten bereits auf seinem Flyer. „Wir wollen das nun mit Leben füllen“, kündigt der Vorsitzende Erwin Schottler an. „Jeder behält seine Kirche, wir treten aber gemeinsam als Kelten und Römer im Donnersbergkreis auf.“ „Kelten 3.0“ nennt Schottler das, was alles derzeit in seinem Verein passiert. 80.000 Euro haben die Donnersberger Kelten bereits in die Anlage auf dem Donnersberg gesteckt. Hinzu kamen Gelder aus dem Leader-Förderprogramm, von der Sparkasse Donnersberg und der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Es gehe darum, die Anlage instand zu halten und der Öffentlichkeit bekanntzumachen. „Wir arbeiten das Thema auch kindgerecht auf“, sagt Schottler – und fügt mit Blick auf das Thema Migration an: „Warum soll jemand seinen neuen Nachbarn nicht auch mal an die Hand nehmen und ihm zeigen, was die Region alles zu bieten hat.“ Zudem habe sich der Verein vorgenommen, zwei Vorträge im Jahr in Steinbach zu veranstalten. Der nächste steht am 6. November an. „Es wäre doch schön, wenn ganz Steinbach mal als das Keltendorf angesehen wird“, sagt Schottler. Der Verein kooperiert mit Keltendorf und Keltengarten, dem Museum im Stadtpalais in Kirchheimbolanden, dem Donnersberg-Touristik-Verband und ist Mitglied im Verein Keltenwelten. Ein Ziel haben die Donnersberger Kelten weiterhin: Das südliche Zangentor auf dem Donnersberg wiederaufzubauen. 70.000 bis 80.000 Euro wird das wohl kosten, schätzt Schottler. Geld, das derzeit allerdings noch fehlt. (ssl)

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