Rheinpfalz Geplanten Abriss nicht hinnehmen

Dem Abriss geweiht: Der Landesverein für Innere Mission als Eigentümer will die Himmelsbergkapelle und das alte Krankenhaus in Z
Dem Abriss geweiht: Der Landesverein für Innere Mission als Eigentümer will die Himmelsbergkapelle und das alte Krankenhaus in Zweibrücken dem Erdboden gleich machen.

Die Vertreter des Protestantischen Kirchenbezirks Zweibrücken wollen es nicht hinnehmen, dass das ehemalige evangelische Krankenhaus und die Kapelle abgerissen werden sollen (wir berichteten). Sie fordern den Erhalt der Gebäude.

„Die Synode des Protestantischen Kirchenbezirks Zweibrücken fordert den Landesverein für Innere Mission und dessen Rechtsnachfolgerin, die Diakonissen Speyer-Mannheim, auf, die Kapelle des ehemaligen Evangelischen Krankenhauses nicht abzureißen“: So lautete der Antrag von Tilo Brach, Pfarrer der Protestantischen Kirchengemeinde in Winterbach. Die Synode trage die Verantwortung für die Rahmenbedingungen des geistlichen Lebens im Kirchenbezirk. Ein Abriss der Kapelle, in der Menschen um das Leben gebetet, in der sie im Leid Trost erfahren hätten und ihre Hoffnung im Gebet auf Gott setzten, sei ein falsches Signal in einer Welt, in der die Evangelische Kirche der Pfalz um den Glauben an Jesus Christus werben wolle. Es sei „ein Schlag ins Gesicht derer, die in dieser Kapelle Trost und Zuflucht gefunden haben“, argumentierte Brach. Der Abriss sei betriebswirtschaftlich unnötig und widerspreche dem Auftrag der Kirche, nach Gott suchenden Menschen einen Raum zu geben. „Menschen erleben in einem bestimmten Raum biografische Schnittpunkte ihres Lebens. In diesem Raum empfinden sie geistliche Heimat“, so Brach. Die Synodalen stimmten mehrheitlich dem Antrag zu. Auch der erweiterte Antrag von Pfarrerin Silke Gundacker (Contwig) fand breite Zustimmung: Sie forderte, nicht nur zu verlangen, die Kapelle zu verschonen, sondern auch das Krankenhaus. Gundacker: „Wir nehmen das nicht so hin.“ Alle Maßnahmen sollten ergriffen werden, damit das Krankenhaus-Hauptgebäude nicht abgerissen, sondern einer gesellschaftlich und betriebswirtschaftlich sinnvollen Nutzung zugeführt wird.“

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