Rheinpfalz Gefroren, gesorgt und geböllert

„Nachwehen“ der Silvesternacht haben der Polizei in Lauterecken auch am Neujahrstag noch einiges an Arbeit beschert. Rund um die Kreisstadt hingegen blieb es ruhig.
Am frühen Donnerstagmorgen bat die Rettungsleitstelle die Polizei um Unterstützung, weil sie kein Rettungsfahrzeug mehr freihatte. Ein Mann hatte auf seinem Heimweg um Hilfe gebeten, da er „erfrieren“ würde. Um 5.50 Uhr wurde der „Spaziergänger“ in Lauterecken angetroffen. Ihm wurde bis zum Sonnenaufgang ein warmer Platz auf der Sitzbank im Vorraum der Polizeidienststelle eingeräumt. Einige Leute konnten zum Jahresanfang ihre Familienangehörigen nicht erreichen und sorgten sich um diese, weshalb sie bei der Polizei anriefen. Die Umstände konnten jeweils abgeklärt werden und in einem Fall, bei welchem Suizidgedanken am Telefon geäußert wurden, übernahmen Freunde die weitere Betreuung. Am Neujahrstag beschwerten sich mehrere besorgte Bürger über den Gebrauch von Feuerwerkskörpern in ihrer Nähe. In einem Fall waren die mit dem jeweiligen Knall verbundenen Erschütterungen so stark, dass die Scheiben am Wohnhaus bebten. Bisher konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, dass hier überdimensionierte, nicht erlaubte Böller verwendet wurden. Eine Pferdehalterin wies darauf hin, dass ihre Tiere auf der Koppel durch das Geknalle nervös seien – ihr wurde von den Beamten für diesem Tag Stallhaltung empfohlen. Einige Fahrzeugbesitzer befürchteten Schäden an ihren Autos, weil in unmittelbarer Umgebung Feuerwerkskörper gezündet wurden. Die Polizei bedauert, dass sie einschreiten musste, damit die Böller einige Meter weiter gezündet werden. (red)