Rheinpfalz Gänseblümchen und Glühwein

Noch kommen die Blumenbeete der Gartenschau ohne die gewohnte Blütenpracht daher. Nachwirkungen der Kälte noch vor einigen Woche
Noch kommen die Blumenbeete der Gartenschau ohne die gewohnte Blütenpracht daher. Nachwirkungen der Kälte noch vor einigen Wochen. Immerhin haben die Mammuts im Hintergrund ein dickes Fell.

Ein Tütchen mit Legosteinen und zum Abschluss ein Eis aus dem Gartenschaulädchen waren nicht die einzige Ausbeute, die Sophie und Louis am Montag von ihrem ersten Besuch auf der Gartenschau mit nach Hause nahmen. Vorher hatten sie zum Saisonstart mit ihrer Mama einen Abstecher auf den Spielplatz im Neumühlepark gemacht und die Legohalle besucht.

Ferienbeginn und Saisonstart auf der Gartenschau: Das hat gepasst. Noch bevor sich gegen Mittag tatsächlich ein paar Sonnenstrahlen zeigten, passierten die ersten Besucher den Eingang. Gretel und Günter Feddeck hatten ihre Saisonkarte rechtzeitig aktiviert. Zum Start schauten sie sich fürs Erste neben der Legoausstellung noch in der Blumenhalle das Arrangement aus Steinen und Frühlingsblumen an, mit dem der Beruf Helfer im Garten- und Landschaftsbau präsentiert wurde. Wo selbst die Blüten frisch gepflanzter Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht schlapp machten, durften die Besucher von der „kunterbunten Weltreise“ durch die Beetelandschaft im Neumühlepark keine Wunder erwarten. Die „Siebenfarbige Erde“ und selbst die „Pfalz als Mittelpunkt der Welt“ vermittelten höchstens eine Ahnung der zu erwartenden Blütenpracht in den kommenden Wochen. Im Gras zeigten sich aber doch bereits erste Gänseblümchen und ausgewilderte Narzissen und Hyazinthen setzten mit Weidenkätzchen und üppig gelb blühenden Büschen kleine Farbakzente. Einen anderen gelben Akzent trug Leonard unterm Arm: Mit Schwester Victoria und Papa Michael steuerte er zielsicher den Bolzplatz an. Der Ball liege im Auto immer parat, beim Vorbeifahren an der Gartenschau hätten sie sich spontan für den Besuch entschieden, berichtete der Vater. Was sich aus der Landesgartenschau entwickelt habe, sei ein gelungenes Stück Stadtentwicklung, lobte er, bevor er zu seinen Sprösslingen aufs Spielfeld ging. Dass, wenn es um die Gartenschau und ihre Besucher geht, geht, auf die Kinder unbedingt Verlass ist, zeigte sich auf der Skater-Anlage. Dort herrschte Hochbetrieb. Mehr als ein Dutzend Skater und Rollerfahrer düsten über die Hindernisse, als hätten sie den Winter über nur auf diesen einen Moment gewartet. Unter den Augen der Dinos, die frisch geputzt und teilweise neu bemalt auf die kleinen Besucher förmlich zu lauern schienen, wurde am Spielplatz ebenfalls ordentlich gewerkelt: Wasser gepumpt, die Rutschbahn erobert und die Spiele-Burg ausführlich inspiziert. Wer wollte, konnte es auch ruhiger angehen lassen. Zum Beispiel bei einer Portion Currywurst mit Pommes – samt einer Tasse Glühwein. Das passte zwar gar nicht, musste aber sein. „Weil’s kalt ist“, erklärten Rita Gerges und Erwin Görgen. Das Paar war eigens von der Mosel auf die Gartenschau gekommen, um dort Legosteine zu kaufen. Erst hier hatten sie erfahren, dass es die Bauklötze nur online zu bestellen gibt. Kurzentschlossen hatten sie umdisponiert und sich einen Rundgang durch den Park mit anschließendem Mittagessen beim Bistro im Freien gegönnt. Rechtzeitig, bevor es am Nachmittag dann doch noch ein wenig regnete ...

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