Rheinpfalz Frage des Lärms

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Mannheim. Die Ergebnisse der sogenannten „Korridorstudie“ für die künftigen Schienenwege der Deutschen Bahn durch Mannheim und die Region haben den Hauptausschuss des Mannheimer Gemeinderats beschäftigt. Einer Stellungnahme der Stadt an das Bundesverkehrsministerium findet die breite Unterstützung der Stadträte. Die Forderung: maximaler Lärmschutz.

Dafür sollen Umfahrungen und Tunnellösungen geprüft werden. In ihrer Stellungnahme begrüßt die Stadt das wichtigste Ergebnis des Gutachtens der Bahn zur „Verkehrskonzeption des Eisenbahnkorridors Mittelrheinachse/Rhein/Main-Rhein/Neckar-Karlsruhe“: Zwischen Frankfurt und Mannheim ist eine Neubaustrecke nötig. Damit geht in Erfüllung, wofür die Stadt lange gekämpft hat. Die Streckenführung des ICE-Personenverkehrs wird ausschließlich über den Mannheimer Hauptbahnhof geführt, die Idee eines Bypasses am Hauptbahnhof vorbei ist Geschichte. Bereits wenige Tage vorher hatte der Planungsausschuss des Verbands Region Rhein-Neckar eine Stellungnahme zur „Korridorstudie“ abgegeben. Dort wurde der vorgesehene Streckenausbau ebenfalls grundsätzlich begrüßt. Die Zustimmung hat das Gremium allerdings an die Bedingung geknüpft, dass sowohl die gesetzlich noch nicht geregelte Verkehrslenkung an Tag und Nacht sowie Lärmschutz gewährleistet ist. Hier knüpft die Stellungnahme der Stadt Mannheim an. „Wir begrüßen die Grundkonzeption der Studie, verlangen aber Untersuchungen aller Varianten in Bezug auf den Lärmschutz“, betonte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Kritik kam von den Grünen. Mannheim sei jahrelang gegen den Bypass gewesen, jetzt solle es für Güterverkehr eine Umfahrung geben, die Lärm in die Region bringe, monierte Dirk Grunert. „Die Konsequenz der Grünen-Position ist, dass Mannheim alle Belastungen des Güterverkehrs übernimmt“, sagte CDU-Stadtrat Steffen Ratzel dazu. Hintergrund sind Befürchtungen, dass über die Riedbahn künftig 160 Güterzüge mehr als bisher durch das Stadtgebiet rollen könnten. (büg)

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