Rheinpfalz Früher Quelle als Kühlschrank genutzt
Auszubildende des Forstamts Hinterweidenthal haben als Projektarbeit die alte Quelle des Reisler-Forsthauses wieder instand gesetzt. Die eingefasste Quelle war vor einiger Zeit verschüttet worden, als ihre Deckplatte bei einem Erdrutsch einbrach.
Am ersten Tag habe die Gruppe rund drei Kubikmeter Sand weggeschaufelt, der vom oberhalb der Quelle gelegenen Weg heruntergespült worden war, berichtete Forstwirtschaftsmeister Maximilian Wenz, der das Projekt leitete. Einen weiteren Tag brachten die Auszubildenden damit zu, die Sandsteine auszugraben, um sie dann neu aufzusetzen. Am dritten Tag wurde der Bachlauf wieder hergestellt und renaturiert. Nachdem die Quelle verschüttet wurde, hatte sich das Wasser eigene Wege gesucht. Nun fließt der kleine Quellbach des Horbach wieder in seinem eigentlichen Bett. Die Auszubildenden des Forstamts haben außerdem die Deckenplatte erneuert. Die Platte wurde betoniert, damit sie auch dem Druck von Holzfahrzeugen standhält, und dann wieder mit Sandsteinen verkleidet. Wann die kleine Quelle des Reisler-Forsthauses erstmals gefasst wurde, ist nicht sicher. Vermutlich war es vor rund 100 Jahren, als das Forsthaus ein Stück weiter in Richtung Tal gegenüber des Schöntalweihers gebaut wurde. Der Brunnenschacht war mit Sandsteinen ausgemauert worden. Im vorderen Teil hatte man eine kleine Luke gefunden. „Wir vermuten, dass man das kühle Klima an der Quelle genutzt und sie als Kühlschrank verwendet hat“, erzählte Wenz. Für die Auszubildenden sei das Projekt eine gute Gelegenheit gewesen, gleich mehrere Tätigkeiten auszuprobieren, die während der Ausbildung zum Forstwirt gelehrt werden, berichtete der Forstwirtschaftsmeister.