Rheinpfalz Flughafen Hahn: Trotz hoher Verluste Boni für die Chefs

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MAINZ. Trotz der andauernd hohen Verluste hat der mehrheitlich im Eigentum des Landes befindliche Flughafen Hahn seinen Führungskräften Boni bezahlt.

Wie das Unternehmen gestern bestätigte, gibt es mit zwölf außertariflich bezahlten Mitarbeitern arbeitsvertraglich geregelte Zielvereinbarungen. Bei Erreichen dieser Ziele würden Tantiemen gezahlt. Dies sei in Wirtschaftsunternehmen üblich und ein Ausgleich für jene Beschäftigten, die nicht von tariflich vereinbarten Vergünstigungen wie Tarifsteigerungen oder Urlaubsgeld profitieren. Weitere Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. Nach einem Bericht der Mainzer „Allgemeine Zeitung“ betrugen die Sonderzahlung in der Vergangenheit bis zu 15 Prozent des Jahresbruttogehalts. Geschäftsführer Markus Bunk hat laut Jahresabschluss 2015 einschließlich knapp 36.000 Euro Bonus 256.000 Euro bekommen. Der Hahn mit 315 Mitarbeitern machte 2015 rund 17,4 Millionen Euro Verlust, 2016 rund 14,4 Millionen Euro. Ein Sprecher von Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro (SPD) nannte die Zulagen „grundsätzlich vertretbar“. Die CDU-Opposition im Landtag kritisierte, in einem Staatsunternehmen, das bisher nur durch Steuergeld überlebt habe, seien die Extrazahlungen „unanständig“. Die Boni würden letztlich vom Steuerzahler geleistet, so auch der Steuerzahlerbund. Es sei „einfach nur skandalös“, dass das Land als Mehrheitseigner solche Praktiken geduldet habe. |nob

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