Rheinpfalz Falkenschutz bleibt schwierig
DAHN. Der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz sucht Bewacher für die 29 Felsen, die in diesem Jahr in der Süd- und Westpfalz wegen Wanderfalkenbrut gesperrt werden. Nach Jahren hoher Brutzahlen wurde im vergangenen Jahr ein Einbruch festgestellt, der nach Ansicht der Wanderfalkenschützer auch durch Menschen verursacht wurde.
In einem Fall habe durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen werden können, dass die Jungvögel durch Gift getötet wurden, so Hans Schächl, der Sprecher des Arbeitskreises in seinem Jahresbericht. Der Vorfall soll sich am Kastelfels bei Rumbach (Kreis Südwestpfalz) zugetragen haben. Laut Schächl wurden zudem bei Zweibrücken-Rimschweiler ein Wanderfalke und ein Bussard vergiftet. Die Naturschützer hatten zudem Probleme mit Ausflüglern, die sich nicht an die Sperrung der Felsen halten wollten. Am problematischsten sei der Rötzenberg bei Gossersweiler-Stein (Kreis Südliche Weinstraße) gewesen. An anderen gesperrten Felsen würden vermehrt Mountainbiker und Geocacher für Unruhe sorgen. Der Arbeitskreis will hier den Kontakt zu Verbänden von Mountainbikesportlern und der Geocacher-Szene suchen, um über die Notwendigkeit der Sperrungen aufzuklären. Die Zahl der flüggen Jungvögel ist im vergangenen Jahr mit 27 deutlich gesunken. Im Vorjahr waren es immerhin 37 flügge Jungvögel. 19 Brutpaare, zwei mehr als im Vorjahr, wurden 2016 gezählt. Davon waren jedoch nur zehn erfolgreich. In mehreren Fällen mit vier flüggen Jungvögel sogar sehr erfolgreich. Vom 17. bis 19. März bietet der Arbeitskreis wieder in Dahn sein Vorbereitungsseminar für Bewacher von gesperrten Felsen an. 29 Felsen werden ab dem 1. Februar gesperrt. 20 davon liegen im Kreis Südwestpfalz und acht im Kreis Südliche Weinstraße. Mit der Burg Spangenberg ist auch ein Felsmassiv im Kreis Bad Dürkheim betroffen. INFO Interessenten für die Bewachung können sich unter Telefon 07954/926347 oder info@wanderfalkenschutz-rlp.de melden. |kka