Rheinpfalz Für Jungs erst ab 20 Jahren

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Landau. Die französische Vergangenheit Landaus hat den 54-Jährigen Betreiber des ehemaligen Voodoo Clubs unterhalb der Queichheimer Brücke bei der Namensgebung inspiriert. Die Franzosen hatten nach ihrer Nationalheldin Jeanne d’Arc (1412 bis 1431) auch eine Kaserne in der Stadt benannt. Das Voodoo ist am 10. Juli 2015 abgebrannt. Seitdem schossen die Spekulationen ins Kraut, ob und wie es für das junge Publikum weitergehen würde in Landau. Weber gab jetzt erste Details dazu bekannt. Drei Investoren planen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Filmwelt, Bowling-Center, Kletterhalle und Fitnessstudios eine weitere Vergnügungsstätte. Der Nachtclub wird eine der Attraktionen sein. Das Konzept wartet mit einigen Neuerungen auf. So dürfen künftig nur noch Jungs ab 20 Jahren ins Haus, die Mädels ab 18. Damit reagiere er auf die Wünsche des Publikums, erklärt Weber. Freitags und samstags ist von 22 bis 5 Uhr Party angesagt. Der Mittwoch bleibt 14-täglich der Tag der Campusfeten. Nur in den Ferien sind Ü-18-Partys geplant, montags und mittwochs, außerdem die Abifeiern. Die Eintrittspreise behalten Voodoo-Qualität: Sieben Euro am Wochenende, fünf Euro bei den Studipartys. „Die Preise für Getränke bleiben moderat“, unterstreicht Weber, „es wird bei uns keine ultrabilligen Saufpartys geben.“ Der Nachtclub erstreckt sich über 1000 Quadratmeter, allein zwei Drittel davon entfallen auf den großen „Floor“ mit drei VIP-Lounges und einer Champagner-Lounge sowie einen kleineren für allein 350 bis 400 Leute. Im Marktplatz sind in ruhigerer Atmosphäre auch Gespräch möglich. Die Raucher können sich auf einem großzügigen Balkon mit Sitzgelegenheiten und einer Snackbar für den kleinen Hunger austauschen. Statt Plastikbechern soll ein Pfandsystem für Gläser eingeführt werden. Weber investiert für die drei Theken und für Licht- und Tontechnik 500.000 bis 750.000 Euro. Sind die Franzosen die Paten für den Clubnamen, so gaben Etablissements in der ganzen Welt Weber Anregungen für andere Details. Acht sechs Meter hohe Säulen beispielsweise im großen Saal, mit Licht effektvoll in Szene gesetzt, hat er sich in einem ägyptischen Club abgeschaut. Mit dem 25-jährigen Mediengestalter Eugen Steinbach holt sich Weber einen Clubleiter an die Seite, der jahrelang den grafischen Auftritt des Voodoo gestaltet hat und der jetzt für den neuen Club brennt. Die Ideen der beiden Männer setzt ein dritter Mann um: Sebastian Metz vom Architekturbüro Ideenreich in Insheim. Die Zeit der Großdiskotheken sei vorbei. „Es geht nicht um Menschenmassen oder Watt bei Licht und Ton, sondern um Design, die Musik und die DJs“, betont Weber. Sein Club ist auf 1000 Besucher ausgelegt. Zwei DJs, 40 bis 50 Bedienungen, zehn Servicekräfte und zwei Techniker – mit diesem Personal soll der Betrieb laufen. Weber und Steinbach ist eines besonders wichtig: Die Gäste sollen sich wohlfühlen und das Gefühl haben, Mitglieder einer großen Familie zu sein. Wer noch enger dazu gehören möchte als andere, wird sich für die neue VIP-Karte interessieren. Zu „sehr wichtigen Gästen“ – Very Important People – können alle werden, die sich mit einem Jahresbeitrag von 50 Euro einige Vergünstigungen sichern. Unter anderem müssen sie am Eingang nicht in der Schlange stehen, können spezielle VIP-Partys besuchen – und werden am Abend vor der Eröffnung die Ersten sein, die in Begleitung den Club Jeanne d’Arc bestaunen dürfen. Mit dem Bau soll demnächst begonnen werden. Betreiber Gerd Weber möchte schon im Winter eröffnen. (sas) Info www.club-jeanne-darc.de

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