Rheinpfalz Für den Lückenschluss fehlt das Geld

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Seit acht Jahren gibt es den Radweg von Lemberg bis in das Storrbachtal. Bis zum Spätsommer soll der Radweg von Salzwoog bis zum Radweg Hinterweidenthal-Dahn fertig sein. Es fehlen dann nur noch 1,8 Kilometer vom Storrbachtal bis Salzwoog und wer die bezahlen soll, ist derzeit offen. Der Landesbetrieb Mobilität sagt, das solle die Kommune machen. Lembergs Bürgermeister Heinrich Hoffmeister verweist auf die überschuldete Gemeindekasse.

Richtig schön ist der Radweg von Lemberg entlang der Landesstraße bis in das Storrbachtal. Allein Radfahrer sind dort recht selten zu sehen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass der Weg praktisch im Nichts endet. Das Storrbachtal als Ausflugsziel ist zwar sehr schön mit seiner Triftanlage, aber nun mal nicht so extrem attraktiv für Radtouristen. Wer den Weg nutzt, muss dort nämlich wieder umkehren. Es gibt zwar einen Waldweg, der bis zu einem Radwegstück bei Salzwoog führt. Dieser Weg ist jedoch sehr schlammig und unwegsam. Das reizt höchstens Mountainbiker. Was Lembergs Ortsbürgermeister Heinrich Hoffmeister auch einsieht. Die noch fehlenden 1,8 Kilometer müssten als Radweg ausgebaut werden, um den bestehenden 3,6 Kilometern von Lemberg ins Storrbachtal Sinn zu verleihen, findet er. Immerhin hatte der gut ausgebaute Radweg 1,16 Millionen Euro gekostet. 820.000 Euro hatte das Land bezahlt, den Rest die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Acht Jahre lang hatte sich niemand so richtig für die Lücke interessiert, bis am 14. März der Landesbetrieb Mobilität mit dem Ausbau der Strecke von Salzwoog bis an die B 427 und damit an das Dahner Radwegenetz begann. 600.000 Euro soll dieser 1400 Meter lange Abschnitt kosten, der an zwei bestehende kurze Radwege anschließt, die es vom Ortsausgang in Richtung Braunsberg bis zu dem Waldweg in Richtung Storrbachtal gibt und vom früheren Tanklager bei Hinterweidenthal bis zur B 427. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes eröffnet sich auch Potenzial an Radtouristen für die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land. Sie werden jedoch nur bis Salzwoog kommen und damit wird auch diesem Wurmfortsatz das Schicksal des anderen Radwegs beschieden sein, obwohl es auch in Salzwoog recht schön und idyllisch ist. Für das Lückenstück fühlt sich der Landesbetrieb Mobilität aber nicht zuständig. Dessen Leiter Richard Lutz verweist auf den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt von Lemberg bis zum Storrbachtal, in dem ganz klar steht, dass die Lücke von der „Ortsgemeinde Lemberg“ zu füllen sei. „Der Bau des in den ausgelegten Plänen eingezeichneten Rad- und Gehweges zwischen den Landesstraße 485 und 487 fällt in die Zuständigkeit der Ortsgemeinde Lemberg“, so steht es im Planfeststellungsbeschluss. „Eine Verpflichtung dazu ergibt sich aufgrund der lediglich nachrichtlichen Aufnahme in die Unterlagen unter Einschränkungen nicht“, meint Lutz jedoch. Das sieht Lembergs Bürgermeister Hoffmeister auch so, wobei es für ihn weniger die Ortsgemeinde sei, die für die Lücke verantwortlich ist. Hoffmeister will es eher als „Kommune“ interpretiert wissen, womit auch die Verbandsgemeinde und der Kreis für diesen Lückenschluss herangezogen werden könnten. Was die 1,8 Kilometer kosten würden, konnte Hoffmeister nicht sagen. Es existieren schließlich keine Planungen. Passieren müsse auf jeden Fall etwas. „Man kann ja nicht in der Mitte ein Loch lassen“, so Hoffmeister, der versicherte, der Lückenschluss sei auf seiner Tagesordnung. (kka)
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