Rheinpfalz
Föckelbergs Ortsbürgermeister Frank Winter: Einst zweimal gegen den Heimatklub getroffen
Ein paar Sprüche muss er sich noch heute gefallen lassen: Im Trikot der SpVgg Theisbergstegen hat Frank Winter einst doppelt gegen die Fußballer seiner Heimatgemeinde getroffen. Nichtsdestotrotz wurde er zum neuen Föckelberger Ortsbürgermeister gewählt.
1965 in Föckelberg geboren, hat Frank Winter schon so einiges erlebt: Ursprünglich erlernte er den Beruf des Betriebsschlossers bei Main-Metall in Altenglan. 1985 wechselte er zur Bundespolizei und war in den Folgejahren unter anderem als Objektschützer am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe tätig. „1991 wechselte ich dann zurück in die freie Wirtschaft, bin seit 2001 freiberuflich für Energieversorger im Außendienst tätig und betreibe als zweites Standbein noch einen Backwaren-Vertrieb“, zählt Winter auf.
Erstes politisches Amt
In seiner Freizeit war er lange als Musiker aktiv, spielte Keyboard bei der Formation „Runaway“. Außerdem sei er nicht nur aktiver Fußballer, sondern auch Schiedsrichter (bis zur Bezirksliga) gewesen. An ein Spiel aus seiner aktiven Kicker-Laufbahn erinnert sich Winter noch heute: „Ich habe damals in Theisbergstegen gespielt und ausgerechnet im Spiel gegen Föckelberg zweimal getroffen. Da muss ich mir heute noch Sprüche anhören“, erzählt er lachend.
Der Ortsbürgermeisterposten ist Winters erstes politisches Amt. „Ich habe mich auch erstmal nur für den Gemeinderat aufstellen lassen. Als mich mein Vorgänger dann aber für das Bürgermeisteramt vorgeschlagen hat, habe ich gerne angenommen. Ich wollte zuvor aber sicher sein, dass ich genügend Unterstützer im Ort habe, und wollte deshalb zuerst sehen, ob ich in den Rat gewählt werde“, sagt Frank Winter.
„Es geht nur gemeinsam“
Momentan befinde er sich noch in der Findungsphase, was als Ortsbürgermeister so alles zu tun ist. Wichtig sei es ihm aber, das gute Verhältnis zu den Nachbargemeinden zu pflegen und zu erhalten. „Und um Reparatur- und Wartungsarbeiten muss man sich immer kümmern. Ich denke da zum Beispiel an das Dorfgemeinschaftshaus, den Friedhof und den Spielplatz.“ Außerdem sieht er sich auch als Vermittler bei eventuellen Problemen im Ort. „Es geht einfach nur gemeinsam – und Diplomat war ich ja schon immer“, sagt Winter mit einem Schmunzeln. Ansonsten wolle er den Winterdienst verbessern, der in Föckelberg „seit Jahren Sorgen bereitet“, und „die sehr gute Arbeit“ seines Vorgängers fortsetzen. Und eines versichert er den Föckelbergern: „Ich bin mit ganzem Herzen dabei.“