Rheinpfalz Extrem belastet

Weil der Landauer Klärschlamm seit Sommer mit Quecksilber und Cadmium belastet ist und nicht mehr als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden darf, muss der Gebührenzahler zwei Cent mehr pro Kubikmeter Abwasser zahlen.
Im Landauer Klärwerk fallen jährlich rund 4000 Tonnen Klärschlamm an. Bisher hatte der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) einen Dienstleister eingeschaltet, der die Verwertung des entwässerten Schlammes in der Westpfalz rund um Kaiserslautern organisierte. Landwirte erhielten dafür ein Entgelt. Die Schwermetall-Belastung war bei einer Routinekontrolle des EWL und des Vertragspartners aufgefallen. Weil der Schlamm jetzt verbrannt werden muss, fallen laut EWL hohe Kosten an. Ohne Verbrennung hätte der EWL wegen etlicher Investitionen die Abwassergebühren um zwei Cent pro Kubikmeter Abwasser anheben müssen, jetzt sind es vier. Der Bund will die Klärschlammverordnung überarbeiten. Ziel ist es die Schadstoffgrenzwerte weiter zu verschärfen und Phosphor zurückzugewinnen. |boe