Rheinpfalz „Es wird massiv werden“

Der Bundesvorstand der IG Metall macht Zweibrücken und Homburg zu einem Schwerpunkt im heißgelaufenen Arbeitskampf um den Abschluss neuer Tarifverträge. 3000 Beschäftigte in Zweibrücken, bei Terex, John Deere und Pallmann, sowie gut 7000 in Homburg sind zu ganztägigen Streiks aufgerufen.
Am Samstag sind in Stuttgart Verhandlungen um einen Pilot-Abschluss für neue Tarifverträge über Gehalt und Arbeitszeit gescheitert. „Der Bundesvorstand hat uns beauftragt, in den sechs Betrieben zu 24-Stunden-Streiks aufzurufen. Vor der Frühschicht am Montag starten wir die Mitgliederbefragungen bei John Deere und Terex, am Dienstag dann bei Pallmann“, berichtet Ralf Reinstädtler, der erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Homburg. Er gehe von klaren Voten für die erstmals vor der Anwendung stehenden Ganztages-Warnstreiks aus, sagte Reinstädtler. Klar sei, dass in dieser Woche die Arbeit niedergelegt wird. Mit dem Wann und Wo wolle man überraschen. „Der Plan ist gemacht. Es wird massiv werden.“ Die stundenweisen Warnstreiks der vergangenen Wochen hätten Wirkung bei den Unternehmen gezeigt, diese werde man nun noch deutlich steigern. Wegen des hohen Gewerkschafteranteils unter den Belegschaften und der Verzahnung gerade der Homburger Automobil-Zulieferbetriebe Bosch und Schaeffler mit den Autobauern macht die IG-Spitze die Saarpfalz zum Schwerpunkt im nun verschärften Arbeitskampf. Man könne von der Saarpfalz aus die deutschen Leitbranchen Auto- und Maschinenbau – sogar europaweit – lahmlegen, heißt es von der Gewerkschaft