Eisenberg „Es ist alles abstrakter geworden“

Annerose Bär hat sich in ihrem Geschenkestübchen in Ramsen schon intensiv auf die bevorstehenden Osterausstellung vorbereitet.
Annerose Bär hat sich in ihrem Geschenkestübchen in Ramsen schon intensiv auf die bevorstehenden Osterausstellung vorbereitet.

Bereits zum zehnten Mal in Folge veranstalten Annerose und Fritz Bär aus Ramsen eine Bastel- und Osterausstellung. Morgen und Sonntag laden sie dazu in ihr Geschenkestübchen nach Ramsen ein. Weitere Aussteller sind Pia Schindler aus Rodenbach, die Schmuck präsentiert, sowie Tanjas Aquaristik und Heimtierbedarf aus Ramsen.

Bis in die Nacht hinein hat Annerose Bär in den vergangenen drei Wochen in ihrem Werkraum im Keller ihres Hauses Türkränze dekoriert, Deko-Artikel ausgeschmückt und teilweise selbst gebastelt. „Die Osterausstellung ist mit den Jahren gewachsen“, sagt die 64-Jährige. Mittlerweile sei der Ausstellungsraum um eine überdachte Terrasse sowie den Grillplatz im Garten erweitert worden. Angefangen habe alles vor 20 Jahren mit dem Basteln von Geldgeschenken in der Familie – dann sei der Laden hinzugekommen. „Ich habe schon immer gerne gebastelt, das ist meine große Leidenschaft“, erzählt Bär, die von ihrem Mann Fritz (71) unterstützt wird und die im Schnitt unter der Woche bis zu acht Stunden in ihrem Geschenkestübchen neue Dekostücke kreiert. Am Anfang sei das Geschäft etwas schwierig angelaufen, mittlerweile habe das seit knapp zehn Jahren existierende Lädchen, das keine festen Öffnungszeiten hat, einen Jahresumsatz im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Kunden kämen nicht nur aus Ramsen und Umgebung, sondern auch aus Mannheim, Ludwigshafen oder Idar-Oberstein. Ideen für ihre Kreationen holt sich die gelernte Damenschneiderin bei Floristikseminaren, die die Großhandelsgeschäfte anbieten. Ihr Mann müsse beim Einkaufen schon manchmal die Notbremse ziehen, da die Auswahl so groß sei und man schließlich nicht alles kaufen könne, gibt sie schmunzelnd zu. „Ich schaue, was gerade im Trend ist“, so Bär. In diesem Jahr seien es vor allem glänzende Materialien und puristische Formen. Die klassischen Osterartikel wie Hasen oder bemalte Ostereier seien dagegen nicht mehr so gefragt. Das Thema Frühling sei in den Vordergrund gerückt. „Das hat sich enorm gewandelt. Es ist alles viel moderner und abstrakter geworden“, findet Bär. Vor allem die jüngeren Leute stellten ihre Wohnung nicht mehr mit so vielen Dekorationsartikel voll. Dafür mit ausgefallenen Stücken, vorzugsweise aus Naturmaterialien wie Holz oder Heu. Und genau diese verarbeitet Bär auch am liebsten in Kombination mit Seidenlumen oder echten Rosen, die durch eine Stickstoffbehandlung für ein paar Jahre haltbar gemacht werden. Ihr Mann Fritz, der gelernter Modellbauer ist und damit auch handwerkliches Geschick aufweist, hat etwa einen Bilderrahmen aus Holz gebaut. Annerose Bär hat diesen mit frischem Moos, Dachwurzeln und Seidenblumen dekoriert. „Wir arbeiten zusammen und ergänzen uns gut. Ich würde nie etwas basteln oder ein Stück hinzukaufen, was mir nicht gefällt“, erklärt die 64-Jährige. Mit dem Bastelfieber habe sie übrigens auch schon ihre Enkelin Leni (10) angesteckt, die ihren Großeltern gerne helfe. Beim Basteln könne man seiner Kreativität freien Lauf lassen, manchmal entstehe auch etwas ganz anderes als zuvor geplant. Aber genau das mache das Arbeiten so spannend, ist sie sich sicher. Mehr als 500 Einzelstücke, so schätzt Bär, sind es, die bei der Osterausstellung präsentiert werden. Neben den klassischen Osterartikeln sind auch Gartenaccessoires, Ganzjahresartikel oder Frischblumenarrangements dabei. Termin Die Osterausstellung findet statt im Geschenkstübchen am Samstag, 3. März, und Sonntag, 4. März, jeweils von 13 bis 18 Uhr in der Wiesenstraße 12, Ramsen. Es gibt Kaffee und Kuchen. Das Geschenkestübchen ist unter der Woche bei vorheriger Anmeldung geöffnet, Telefonnummer 06351/42449.

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