Rheinpfalz Erstes Netz aus Meterballen Stoff geschnitten

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Am Samstag feierte der Tennisclub Grün-Weiß Waldfischbach-Burgalben sein 40-jähriges Vereinsbestehen. Dabei wurden ein Schleifchenturnier veranstaltet und fünf Gründungsmitglieder in einem festlichen Rahmen geehrt.

Am 13. September 1974 gründeten 24 Tennisbegeisterte den Club. „Die Idee kam uns in der Gastwirtschaft ,Pälzer Stubb’ nach dem Fußballtraining“, erklärte Ludwig Schreiber die Anfänge des Vereins. „Sportfreunde aus Hauenstein, die bereits eine Tennisanlage hatten, haben uns dazu animiert“, ergänzte Dieter Knerr. Die ersten Filzkugeln wurden auf dem Innenhof der Realschule auf einem von den Spielern eingezeichneten Feld gespielt. Selbst das Netz war Marke Eigenbau. „Wir schnitten es von einem Meterballen Stoff, den man für die Schuhherstellung brauchte“, erklärt der damalige Vorsitzende Karl Dauenhauer. Auf der Suche nach einem Vereinsgelände waren der Sportplatz hinter dem Jugenddorf und das Areal oberhalb der Rotdelle im Gespräch. Erst im Herbst 1975 erhielt der junge Verein die Zustimmung des Gemeinderats zum Bau der ersten beiden Tennisplätze in den Bruchwiesen, deren Bau im Frühjahr 1976 begann. Die neuen Plätze und die Möglichkeit, an der Punktspielrunde teilzunehmen, verhalf den Grün-Weißen zu einem beachtlichen Mitgliederzuwachs auf 130 Sportler. Bis zum August 1978 konnte der Verein die Mitgliederzahl auf 250 erhöhen und zwei weitere Plätze errichten. Im Jahr 1986 erfolgte die Grundsteinlegung der bis heute bestehenden Tennishütte für die Vereinsmitglieder durch den Vorsitzenden Axel Czaja, die 1988 vom Ehrenvorsitzenden Karl König eingeweiht werden konnte. Das Vereinsjubiläum wurde am Samstag mit einer Ehrung der fünf im Verein verbliebenen Gründungsmitglieder begangen. Vorsitzende Susanne Stephan-Becker fand freundliche Worte für den Mut und die Kreativität der Geehrten, die den Verein aus dem Nichts aufgebaut hätten. Auch Verbandsbürgermeister Winfried Krämer äußerte sich lobend über die Arbeit aller Beteiligten im Verein. Er verwies auf die Wichtigkeit des Ehrenamts und betonte die besondere Herausforderung, auch ohne große finanzielle Mittel den Verein lebendig zu halten. (raib)

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