Rheinpfalz
Erste Abiturfeier an der IGS Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr
Mit einer roten Rose und dem Abiturzeugnis in der Hand verließen am Freitag 34 Schülerinnen und Schüler die Integrierte Gesamtschule (IGS) Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr. Ihr Motto lautete „Abikropolis – die Götter verlassen den Olymp“. Die Götter waren zwar nur irdische Schüler, dennoch schrieben sie Geschichte: Sind sie doch die ersten Absolventen, die an der IGS Abitur gemacht haben.
Als er das erste Mal das Motto gehört habe, sei er doch etwas erschrocken, gestand Schuldirektor Uwe Steinberg. Doch dann habe er sich geschmeichelt gefühlt: „Unsere Schule ein Olymp und ich als Gottvater Zeus“. Den Absolventen sei dieses positive Gefühl gegönnt, ihnen könnten in der Tat Teile der Welt zu Füßen liegen. Steinberg weiter: „Das wird jedoch nicht passieren, wenn ihr glaubt, einfach nur eure Abiturzeugnisse vorlegen zu müssen.“ Vielmehr sei der Weg begleitet mit lernen, gepflastert mit Steinen und vielleicht auch mit etwas Dreck.
Der Schulleiter blickte zurück auf die Anfänge der früheren Realschule in Schönenberg-Kübelberg. Bereits vor 37 Jahren hätten dort junge Menschen die Berufsreife beziehungsweise den mittleren Bildungsabschluss erworben. Wegen der Schulreform und der Abschaffung von Haupt- und Realschule habe man sich für eine Integrierte Gesamtschule entschlossen mit der Option zur Bildung einer Oberstufe. Zwei Standorte stellten Schulleitung und Personal fast täglich vor besondere Herausforderungen.
Dritter Standort „McMäggie“
Glaubt man den Worten von Diana Klisch und Julie Geyer in ihrer Abiturrede, so gibt es wohl noch einen dritten Schulstandort mit Namen „McMäggie“, der gerne in den Freistunden besucht worden sei. Nach den nicht ganz ernst gemeinten Geständnissen gab’s dann doch noch ein dickes Lob für die Lehrer. Aber auch der Leiter der Mainzer Studienstufe, Jörg Dittgen, plauderte aus dem Nähkästchen: Die Oberstufe habe ihm schlaflose Nächte bereitet. Dennoch sei es den Schülern immer wieder gelungen, eine Punktlandung hinzulegen.
Dieser Tag sei ein großes Ereignis für die IGS, sagte Martin Harz von der Schulaufsichtbehörde in Trier. Er betonte, dass das Niveau der Abiturprüfungen sich nicht von dem an Gymnasien unterscheide. Harz führte bei den mündlichen Prüfungen die Aufsicht.
Landrat Otto Rubly bezeichnete die Schulform als Bereicherung der Schullandschaft im Landkreis Kusel. Verbandsbürgermeister Christoph Lothschütz merkte in seinem Grußwort launig an: „Auf die Götter der griechischen Sage warten nun irdische Herausforderungen“. Schulelternsprecherin Diana Nußbaum erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass sie selbst im Jahre 1982 an der damaligen Realschule Schönenberg-Kübelberg ihre Mittlere Reife abgelegt und ebenfalls zu einer der ersten Abschlussklassen gehört habe.
Die Ehrungen
Jasmin Stiller erhielt für ihren beispielhaften Einsatz an der Schule einen Buchpreis, den Rektor Steinberg im Namen der Ministerin für Bildung übergab. Stefan Eckert lud im Namen der Kreissparkasse Kusel Laura Jordan, Liane Wall und Lucas Frisch zu einer Feier ein, bei der das Geldinstitut die erfolgreichen Absolventen der Abgangsklassen auszeichnen wird. Für das beste Abitur zeichnete Bernhard Bauer von der Sonja-und-Bernhard-Bauer-Stiftung Lucas Frisch aus. Ebenfalls im Namen des Rotary Clubs zeichnete Bauer für ihr soziales Engagement Julie Geyer aus. Für ihr Engagement in der Schülervertretung wurde Diana Klisch ein Preis des Landkreises verliehen. Die Volksbank Glan-Münchweiler ehrte Lucas Frisch für das beste Englisch-Abitur. Im Fach Kunst ehrte Doris Bauer vom Lions Club Kusel Laura Jordan.
Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Paul Rodionov, Jana Guth (beide am Klavier), dem Lehrerchor sowie der Schulband „Phönix“.
Abiturienten
Katrin Barsoum, Franziska Bier, Tom Cziborr, Hanna Förderer, Lucas Frisch, Julie-Janna Geyer, Elisa Grimm, Melissa Hafner, Laura Jordan, Tom Keibel, Diana Isabell Klisch, Tina Knapp, Stefanie Knapp, Tino Körbel, Karin Kurz, Cedric Lanzer, Juan José Pinto, Till-Wendelin Probst, Denis Michael Pyltsyn, Kim Recktenwald, Viola Schamanski, Sarah Marie Schanné, Veronika Emanuelle Schelhorn, Finnja Schönborn, Lisa Stemler, Jasmin Stiller, Malin Ulrich, Alexander Walde, Liane Wall, Paul Weber, Sophia Marie Wern und Dominik Wojdak.